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World Press Photo Award: Schwede gewinnt mit Foto aus dem Gaza-Streifen

Schreiende, wütende, traurige, weinende Männer tragen zwei Kinderleichen in weißen Tüchern gehüllt durch eine enge Straße. Der Vater der Kleinen ist ebenfalls tot, auch er wird in einem weißen Leinentuch getragen. Die Menschengruppe ist auf dem Weg in eine Moschee. Die Leichen sollen beigesetzt werden.

Diesen aufwühlenden Moment hielt der Schwede Paul Hansen mit seinem Fotoapparat fest. Der Fotograf erhält dafür nun den World Press Photo Award. Das Bild stammt aus dem krisengeschüttelten Gaza-Streifen. Bei einem israelischen Raketenangriff starben die beiden Kinder, zwei und drei Jahre alt. Und auch ihr Vater kam ums Leben.

Am 20. November 2012 hat der schwedische Fotograf auf den Auslöser gedrückt und die Szene festgehalten. Paul Hansen hat das Foto für die Tageszeitung "Dagens Nyheter" gemacht. "Der Kontrast zwischen der Wut und der Trauer der Erwachsenen und der Unschuld der beiden Kinder macht das Foto unvergesslich." So begründete die Jury die Wahl zum "Photo of the Year".

Insgesamt wurden 103.481 Fotos aus 124 Ländern eingereicht. Neben dem "Photo of the Year" werden auch noch Bilder aus den Kategorien News, Portrait und Sport ausgezeichnet. Der World Press Photo Award ist der weltweit wichtigste Preis für Pressefotografie. In diesem Jahr wurde er zum 56. Mal vergeben.

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