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Wettbewerb für Handyfilme

Seitdem Handys auch Kameras haben hält man so ziemlich alles fest. Nicht nur Fotos, sondern auch Filme stehen hierbei ganz oben. Und das Mobilfilmfestival will gerade deshalb beweisen, dass man mit den kleinen Telefonen was ganz tolles machen kann. Es geht hier also nicht um Schulhofsschlägereien oder sonstigen geschmacklosen Aufnahmen, sondern um eine neue Art von Kreativität.

Die Organisatorin Isabelle Azoulay ist der Meinung, dass man mit dem Handy auch intelligente Filme machen kann und hat aus diesem Grund das Mobilefilmfestival von Frankreich nach Deutschland gebracht. Das Festival, welches von mehreren Sponsoren unterstützt wird, findet zum zweiten Mal statt und seit dem 20. März kann das Publikum auf der Internetseite www.mobilefilmfestival.com über 50 ausgewählte Filme abstimmen, bevor am 10. April in Berlin die Preisverleihung stattfindet. Auf der Internetseite können des Weiteren auch die Gewinner des letzten Jahres sowie die Teilnahmebedingungen und Preise eingesehen werden.

Die Teilnahme ist allerdings relativ einfach, wie es schon der Slogan verrät: 1 Handy, 1 Clip, 1 Minute. Es ist Isabelle Azoulay, welche unter den eingegangenen Filme 50 aussucht, bevor diese von einer Jury genauer untersucht werden. Zu den Jury-Mitgliedern gehören u.a. Produzent Oliver Berben und die Schauspielerin Anna Maria Mühe.

Wie schon erwähnt, geht es hier nicht um YouTube-Filmchen, sondern interessante Beiträge. So hat der Gewinner des letzten Jahres bspw. einen kleinen Krimi mit dem Titel "Rauchen kann tödlich sein" erstellt und dabei den Handyfilmer-Stil mit Videospielelementen kombiniert. Die Handlung: Eine Mutter schickt die Tochter zum Rauchen vor die Tür. Da nähert sich der Mörder. Innerhalb weniger Sekunden baut sich tatsächlich eine Art Instant-Spannung auf, die sich am Ende mit einem Schrei entlädt. Für die originellste Idee ist letztes Jahr ein Clip ausgezeichnet worden, der eigentlich nur zeigt, dass ein Mann und eine Frau alleine oder zu zweit in eine Dusche steigen und den Vorhang zuziehen. Immer wieder.

Die Organisatorin hofft natürlich, dass das Festival nicht nur in Frankreich und Deutschland präsent ist, sondern auch in weitere Länder expandiert. Daher führt sie zur Zeit Gespräche mit Isländern, Marokkanern und Türken.

Quelle: Stern.de

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