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"Wanted" - Frische Action mit Angelina Jolie

Gestern ist der Action-Streifen "Wanted" in den deutschen Kinos angelaufen. Furiose Schießereien, Verfolgunsjagden in Hochgeschwindigkeit und mitten drin die atemberaubende Angelina Jolie, die Zutaten scheinen also schon mal zu schmecken. Obs die Mischung aber auch macht? In den USA lief "Wanted" bereits Ende Juni an und das auch recht erfolgreich. Die 75 Millionen Dollar Produktionskosten waren Mitte August bereits durch 133 Millionen Dollar Einnahmen vertröstet. Nun will der Film noch seinen Siegeszug durch ein paar Länder Europas starten.

Dieser Siegeszug ist nun allerdings erst mal ein wenig ausgebremst worden. In England ist eines der Werbeplakate des Films verboten worden. Sittenwächter der Behörde Advertising Standard Authoritiy (ASA) fanden Motiv und Text gewaltverherrlichend. Angelina Jolie hält auf dem Plakat eine Waffe direkt ins Bild, darunter steht der Text: "Vor sechs Wochen war ich ein Typ wie du. Dann traf ich sie ... und mein Leben hat sich für immer verändert." Der Verleih Universal kam der Forderung direkt nach und verbreitet das betreffende Plakat nicht mehr. "Wanted" hat wegen der ausdrücklichen Darstellung von Gewalt auch keine Jugendfreigabe in Deutschland erhalten. Scheint sich ja alles nur um Gewalt zu drehen, aber worum gehts denn wirklich im Film?

In "Wanted" gehts um den Durchschnittstypen Wesley (James McAvoy), der neben seinem unbefriedigenden Bürojob und der meckernden Freundin nicht viel vorzuweisen hat. Das ändert sich schlagartig als ihn eine aufregende Killer-Amazone mit dem Namen Fox (Angelina Jolie) aufsucht und auf explosive Art eröffnet, dass er der Sohn eines kürzlich verstorbenen Profi-Killers ist. Sie bringt ihn zur geheimen Bruderschaft von Sloan (Morgan Freeman). Dort entdeckt er seine scheinbar übermenschlichen Fähigkeiten und wird zum Killer ausgebildet, um Rache für den Tod seines Vaters zu nehmen.

Trailer zum neusten Action-Spektakel "Wanted" mit Angelina Jolie

Der Film "Wanted" ist die Adaption eines nicht ganz so bekannten Comics, hat es aber in sich. Der Schotte James McAvoy steigt damit endgültig in die Riege der begehrten Nachwuchstars in Hollywood auf. Das tut er nicht nur, weil der Action-Kracher ihn einem breiteren Publikum zugänglich macht, sondern weil er tatsächlich in der Verwandlung vom Niemand zur Killermaschine überzeugt. Angelina Jolie spielt hier mal wieder die leidenschaftliche Kämpferin á la "Tomb Raider", sie muss sich wohl nur wenig Mühe geben, um aufregend zu wirken auf der Leinwand. Übertrieben und furios kracht "Wanted" von einer Action-Sequenz in die nächste, die visuelle Umsetzung dieser ist allerdings beeindruckend. Regisseur Timur Bekmambetow reichert den bewegunsreichen Film mit tollen Ideen an und pfeift manchmal ganz einfach auf die Schwerkraft. Das war es auch, was den Russen mit seiner Science-Fiction-Reihe "Die Wächter der Nacht" bekannt machte und bis nach Hollywood brachte.

Das Plakat-Verbot in England wird ihm nicht wirklich schaden können, umso explosiver ist der Film schließlich selbst. Wer auf Geschwindigkeit, Comics und aufwendige Optik im Stil von Werbespots steht, der macht nichts falsch mit "Wanted" als nächsten Kinobesuch.

Quelle: imdb.com, Bild.de
Bild: Universal Pictures

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