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Kuss-Aktion versetzt Polizistinnen in Aufregung

Eine zunächst dem Künstlerkollektiv Voina zugeschriebene Gruppe junger Frauen macht zur Zeit in Russland durch eine spektakuläre Aktion auf sich aufmerksam: In der U-Bahn gehen sie auf Polizistinnen zu, um sie dann überfallartig zu küssen. Wie ein die Aktion dokumentierendes Video zeigt, sind die überraschten Polizistinnen über die ungewollte Zuwendung keineswegs immer erfreut.

Es wurde zuerst vermutet, die russischen Performance-Künstler von Voina würden hinter der Sache stecken, da sie bereits mehrfach durch medienwirksame Inszenierungen im öffentlichen Raum aufgefallen sind. So malten sie im letzten Jahr beispielsweise einen 65 Meter großen Phallus auf die Liteiny-Brücke in St. Petersburg. Ins Gespräch kam die Gruppe auch, als einige ihrer Mitglieder am Rande einer Demonstration gegen Korruption verhaftet wurden und der weltbekannte britische Graffiti-Künstler Bansky daraufhin über 90000 Euro der Gruppe spendete. Voina distanzierte sich jedoch von der Kuss-Aktion.

Die Idee hinter der Aktion ist nicht neu, sondern kann auf eine lange Tradition blicken. Ob es nun Blumensträuße sind, die an Soldaten überreicht werden, Rosen die in Kanonenrohre gesteckt werden oder eben Küsse, die an Polizistinnen verteilt werden - dahinter steht immer der Gedanke, Macht zu vermenschlichen und das Uniformierte persönlich zu machen.

Da Voina nichts mit der Knutsch-Aktion zu tun haben will, ist erstmal unklar, wer dafür verantwortlich ist. Es bestätigt sich aber auf jeden Fall, dass Uniformen auf manche Menschen äußerst anziehend wirken...


Quelle: crackajack.de, guardian.co.uk
Bild: youtube.com

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