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Venus zu nackt für Londons U-Bahn

Kann ein 500 Jahre altes Gemälde für Aufruhr sorgen? Ascheinend ja. Ein Museum wirbt in London auf einem Plakat mit einem Bild von Lucas Cranachs "Venus", doch die Verkehrsbetriebe finden es anstößig und verbannen die nackte Schönheit aus der Londoner U-Bahn.

Das Poster des renommierten Museums Royal Academy verstoße gegen die Regeln, „Männer, Frauen oder Kinder in sexueller Art und Weise darzustellen“, teilten die U-Bahn-Betriebe mit.

Das Werbeposter, das die Venus lediglich mit einer Halskette und einem Lächeln zeigt, sollte in Dutzenden Bahnhöfen der „Tube“ ausgehängt werden. Das Ölgemälde entstand um 1530 und ist als Leihgabe des Städel Museums in Frankfurt am Main in der Londoner Ausstellung zu sehen.

Eine Sprecherin des Museums sagte, die Entscheidung der Verkehrsbetriebe sei „aberwitzig“. „Wir haben die Werbung wohl durchdacht und das ist sehr enttäuschend.“ Die Venus sei in einer „sehr sensiblen Art und Weise“ dargestellt, „das Gemälde zeigt Cranach in seiner besten Form“. Ein Sprecher der Londoner Tube sagte: „Millionen von Menschen nutzen jeden Tag die Londoner U-Bahn und sie haben keine Wahl, was für Werbungen sie dort sehen wollen“.

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