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U2 äußern sich zum Vorwurf der Steuerhinterziehung

U2 sieht sich genötigt, die anhaltenden Vorwürfe, die Band würde ihre Steuern nicht ordnungsgemäß bezahlen, zu kommentieren. Nach den Protesten beim Glastonbury Festival erschien nun auch in der amerikanischen Zeitung 'The Baltimore Sun' eine harsche Abrechnung mit dem Steuergebaren der irischen Band. U2-Gitarrist The Edge wandte sich daraufhin mit einem offenen Brief an die Zeitung, um seine Sicht der Dinge darzustellen.

Demnach hätten sich U2 oder die einzelnen Bandmitglieder niemals der Steuerhinterziehung schuldig gemacht und würden dies auch in Zukunft nicht tun. Sie seien nie diesbezüglich mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Ganz im Gegenteil, U2 hätten in all den Jahren viele Millionen Dollar gerade auch in den USA als Steuern abgeführt. Die Anschuldigen seien daher falsch bis geradezu verleumderisch.

Der US-Bundesangestellte Simon Moroney hatte zuvor in der 'Baltimore Sun' U2 der Steuerhinterziehung beschuldigt und insbesondere U2-Frontmann Bono kritisiert. Dieser verkörpere die schlechtesten Eigenschaften der Wall Street, Maßlosigkeit und Steuerflucht. Während Irland unter den Lasten der Finanzkrise leide, würden U2 ihre Steuern seit 2006 im Steuerparadies Holland abführen. Zuvor waren sie in Irland aufgrund einer besonderen Gesetzeslage von der Steuer befreit. Es wäre demnach scheinheilig gewesen, Staats- und Regierungschefs aufzufordern ihr Budget für Humanitäre Hilfe aufzustocken, wenn man selber keine Steuern zahle.

Es bleibt abzuwarten, ob nach den Protesten vom Glastonbury Festival, bei denen Festivalbesucher ihren Unmut über die Steuerpraxis der irischen Superstars kundgetan hatten und der jetzigen Debatte in der 'Baltimore Sun' das Steuerverhalten von U2 noch weitere Schlagzeilen machen wird.

Quelle: nme.com, baltimoresun.com

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