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Ein deutscher Wandersommer

Andreas Kieling hat als renommierter Tierfilmer jeden Kontinent bereist und sah sich schon Aug in Aug mit den seltensten Tieren. Dass er ausgerechnet in seinem Heimatland Deutschland ein unbekanntes Paradies für Tiere und seltene Pflanzenarten entdecken würde, hätte er selbst wohl am wenigsten gedacht. Doch auf seiner Wanderung entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze entdeckte er viele weitgehend vergessene Tierarten. Im Bestseller 'Ein deutscher Wandersommer' beschreibt er seine Begegnung mit den deutschen Naturlandschaften zwischen Ostsee und Bayern.

Für Kieling, der 1959 im thüringischen Gotha zur Welt kam, spielt die innerdeutsche Grenze eine besondere Rolle. 1976 flüchtete er nämlich über die Tschechoslowakei aus der DDR und entwickelte sich in den folgenden Jahren zu einem der weltweit renommiertesten Tierfilmer. Dabei gilt Kieling allerdings unter deutschen Tierfilmern ein wenig als Nestbeschmutzer, da er sich wie im angelsächsischen Raum üblich, immer wieder selbst in seinen Filmen inszeniert. Seinem Renommee hat das jedoch nicht geschadet.

'Ein deutscher Wandersommer' führt Kieling gemeinsam mit seinem Hund Cleo über insgesamt 1.400 Kilometer und durch acht Bundesländer. Jeweils knapp 200 Kilometer hat Kieling jeden Tag zurück gelegt und dabei viele Landschaften und Tiere entdeckt, von deren Vorkommen man zum teil gar nichts wusste. Kieling traf Mufflons im Thüringer Wald, fand Wanderfalken im Eichsfeld und Nandus in Mecklenburg.

Andreas Kieling wurde für seine Arbeit als Tierfilmer mehrfach ausgezeichnet. Mit seiner Frau und zwei Söhnen lebt er inzwischen auf einem Bauernhof in der Eifel. 'Ein deutscher Wandersommer', das Kieling gemeinsam mit der Autorin Sabine Wünsch verfasst hat, ist im Malik Verlag erschienen und enthält neben 32 Seiten mit Bildern auch Kartenmaterial. Das Buch kostet 22,95 Euro.

Bild: youtube.com

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