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Steigen ProSieben und Sat.1 bei Pay-TV ein?

Wer bisher im Kabelfernsehen vor allen Dingen die Sender ProSieben, Sat.1 und Kabel Eins geschaut hat, wird sich jetzt ärgern, denn nach einer Meldung der Welt Online will der Fernsehkonzern ProSiebenSat.1demnächst seine Zuschauer zur Kasse bitten. Zuschauer sollen demnach ähnlich wie bei Premiere in naher Zukunft Gebühr für die Nutzung der Sender entrichtet werden.

Als Grund nennt der Vorstandschef Thomas Ebeling, dass man sich dadurch unabhängiger von Werbung machen wolle. Der Konzern rechnet noch in diesem Jahr mit Einbußen von bis zu 15 Prozent im Werbemarkt. Um das Unternehmen zu sichern, will man die Einnahmen, die außerhalb der Werbung erzielt werden, innerhalb der nächsten fünf Jahre von bisher 15 Prozent auf 30 Prozent der Gesamteinnahmen steigern.

Der ProSiebenSat.1 Konzern hat bei 3,1 Milliarden Euro Umsatz, Verluste in Höhe von 129 Millionen Euro eingefahren. Ebeling sieht es daher als wichtig an, Beziehungen mit den Endkunden und Konsumenten in Form von Dienstleistungen wie Pay-TV und Video-on-Demand aufzubauen. Das hochverschuldete Unternehmen sieht darin eine Möglichkeit, seine Schulden langsam abzubauen.

Gleichzeitig will das Unternehmen noch weitere Geschäftsfelder erschließen. Zum einen will der Konzern in die TV-Produktion einsteigen. Des Weiteren will ProSiebenSat.1 als Eventveranstalter und Künstleragentur tätig werden und an Ticketverkäufen und Merchandising Geld verdienen. Ob jetzt die Fernsehzuschauer die Gebühr für die Nutzung der Sender Pro Sieben, Sat.1 und Kabel Eins zahlen, bleibt allerdings fraglich.

Bild: Dean Shareski (Flickr)

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