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Star-Dirigent Claudio Abbado ist gestorben

  • Arionia Tellus / YouTube

Die klassische Musik hat einen ihrer größten Stars verloren: Claudio Abbado ist am Montagmorgen in Bologna im Alter von 80 Jahren verstorben. Der langjährige Chefdirigent der Berliner Philharmoniker litt seit einiger Zeit an Krebs. Nun hat er den Kampf gegen den Krankheit verloren. Die europäische Musikwelt trauert um ihn.

Abbado stammt aus Mailand, er wurde 1933 als Sohn eines Violinisiten und einer Klavierlehrerin geboren. Er lernte Klavier und Orgel. Bei einem Dirigierkurs in Siena kam er zum ersten Mal mit seinem späteren Beruf in Berührung. In Tanglewood in den USA erlebte Claudio Abbado dann 1958 seinen Durchbruch. Er gewann den renommierten Kussewitzky-Preis für Dirigenten.

Im Jahr 1966 arbeitete der Italiener dann zum ersten Mal mit den Berliner Philharmonikern zusammen. Damals war noch nicht klar, dass dieses Orchester ein fester Bestandteil seiner Karriere werden wird. Aber 1989 wurde Claudio Abbado dann Nachfolger des großen Herbert von Karajans als Dirigent bei den Philharmonikern aus der deutschen Hauptstadt. Zuvor war er von 1979 bis 1987 Chefdirigent beim London Symphonic Orcestra.

Im Jahr 2002 hörte er in Berlin und ging wieder in seine Heimat Italien zurück. Dort gründete er das Mozart Orchestra für junge Musiker. Dazu war er am Aufbau des Lucerne Festival Orchestra beteiligt. Jedes Jahr kehrte er aber für ein Konzert nach Berlin zurück, selbst als Claudio Abbado schon vom Krebsleiden gezeichnet war.

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