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Stalker geht auf DSDS-Jurymitglied Dieter Bohlen los

Poptitan Dieter Bohlen ist wieder in aller Munde, denn schließlich ist gerade die sechste Staffel von "Deutschland sucht den Superstar" gestartet, d.h. der Produzent hat sein Repertoire um neue Sprüche und Beleidigungen erweitert. Jetzt hat er aber erst mal einen Mordsschrecken bekommen: Ein Stalker stürmte ein "Superstar"-Casting und ging auf die Jury los, passiert ist den Musikexperten aber nichts.

Beim DSDS-Casting in Nürnberg ist der Stalker irgendwie durch die Hintertür ins Studio gelangt und ehe man sich versah, war er schon beinahe auf dem Weg über das Jury-Pult, bevor ihn drei Sicherheitskräfte niederringen konnten. Bei dem Mann handelte es sich um den 33-jährigen Marian K., der arbeitslose Postbote beteuerte angetrunken: "Ich wollte doch nur ins Fernsehen..." Der Deutsch-Ungar hatte eine Plastiktüte dabei, in der sich Dieter Bohlens Buch "Der Bohlenweg" befand, der "Bild"-Zeitung sagte Marian K.: "Ich bin schwul und stehe auf Dieter. Er ist ein Gott."

Der Schockmoment während des Castings

Der Gott Dieter Bohlen sah das aber nicht so begeistert. Er räumte ein: "Ich hatte Angst. Der hätte auch ein Messer dabeihaben können", und fügte hinzu "ganz augenscheinlich war, dass das ein Vollirrer ist und davor muss man sich schützen." Als der Stalker sich durch Tritte und Spucken gegen die Sicherheitskräfte gewehrt hatte, verlor Marian K. sogar einen Zahn, es war also richtig was los beim DSDS-Casting in Nürnberg. Dennoch kamen Dieter Bohlen, Nina Eichinger und Volker Neumüller mit dem Schrecken davon.

Im Internet wird man Szenen wie diese wohl nur noch begrenzt und an ganz bestimmten Stellen sehen. Nach einer neuen Vereinbarung lässt der Privatsender RTL Mitschnitte der Sendung auf YouTube sperren und verweist auf die eigene Seite, wo nochmal ordentlich Werbung geschaltet wird. Sein ganz eigenes juristisches Geplänkel hat Dieter Bohlen außerdem selbst laufen: Das Bundessozialgericht soll im Laufe des Jahres entscheiden, ob die Sprüche des 54-Jährigen als Kunst bezeichnet werden könnten. Bohlen meint ja, RTL meint nein. Hintergrund des Streits: RTL möchte für den Juroren nicht in die Künstlersozialkasse einzahlen. Eines dürfte klar sein, Stalker Marian K. hält seinen "Gott" Dieter Bohlen ganz sicher für einen Künstler.

Quelle: Bild.de, Welt Online, FOCUS Online
Bild: YouTube

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