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Die Geschichte und der Ursprung der Spielautomaten

Die rotierenden Walzen eines Spielautomaten können schon faszinierend sein. Und wenn sie dann noch an der richtigen Stelle stehen bleiben und drei gleiche Symbole aufblinken, darf man sich über ein schönes Erfolgserlebnis freuen. Jeder kennt sie, diese Automaten, die aus historischen Gründen auch Einarmiger Bandit genannt werden, weil man früher einen Hebel an der Seite betätigen musste, damit die Scheiben auch wirklich beginnen, zu rotieren. Wenig bekannt ist, dass ein Deutscher an der Entwicklung dieser Geräte maßgeblich beteiligt war. Aber nicht nur deswegen ist es interessant, mal einen Blick auf die Historie dieser Spielautomaten, die in den USA auch Slotmaschine genannt werden, zu werfen.

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Zwei Brüder

Es begann alles im Jahr 1889, als die Brüder Adolphe und Arthur Caille mit dem Black Cat den allerersten Spielautomaten entwickelten. Zuvor hatten sie schon die automatische Ladenkasse erfunden und bewiesen, dass sie eine Menge Erfindergeist mit auf den Lebensweg bekommen haben. Deswegen ist es kein Wunder, dass ihre Firma Caille Cash Carrier Company ab 1901 die größte Spielautomatenfabrik in den USA war. Konkurrenz bekamen sie allerdings von einem aus Deutschland ausgewanderten Erfinder, der mit 20 Jahren über den großen Teich segelte und in der Neuen Welt sein Glück suchte. Und wie sich herausstellte, sollte er es dort auch finden.


Der Auswanderer

Charles August Fey hatte schon im Jahr 1887 die Idee zu einer Slotmachine. Er war leidenschaftlicher Glücksspieler, aber er vermisste Automaten mit einer sofortigen Gewinnauszahlung. Also machte er sich in seiner Werkstatt daran, so ein Gerät zu entwickeln. Der Automat hatte drei Walzen mit fünf Symbolen und zwar einem Hufeisen, Diamanten, Spaten, Herzen und einer Freiheitsglocke. Nach dem letzten Symbol nannte er den Spielautomaten Liberty Bell und der wurde schnell zum beliebtesten Automaten in den Vereinigten Staaten. Fey vermietete sie an Casinos und Saloons und teilte sich die Gewinnen, aber die Nachfrage danach war irgendwann so hoch, dass er 1895 seine eigene Firma gründete. Später entwickelte der Erfinder mit der Fruit Machine, einen weiteren Spielautomaten, der sehr erfolgreich wurde und bei denen die Symbole durch Früchte erweitert wurden. Als Spielautomaten verboten wurden, erfand er Geräte mit Symbolen wie Kaugummi oder andere Leckereien. Die bekam der Spieler dann anstatt Geld bei einem Gewinn ausgezahlt.

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Technik

Im Zuge der Technisierung wurden diese rein mechanischen Spielautomaten in den 60er Jahren von elektromechanischen Automaten abgelöst. Ab 1980 kamen dann dir rein elektronischen Geräte auf den Markt und wurden seitdem nach und nach stetig modernisiert. Inzwischen laufen Spielautomaten komplett über Strom und es wird kein Hebel an der Seite mehr benötigt, um die Walzen und Rollen in Betrieb zu setzen. Dennoch hat sich an dem Prinzip der Geräte nicht viel geändert. Genau wie die Cowboys damals im Wilden Westen, die im Saloon die Liberty Bell anschmissen gewinnt man auch heute nur, wenn drei gleiche Symbole auf dem Spielautomaten auftauchen. Bei aller Entwicklung ändert sich manches eben nie.


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