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'Solar' - der neue Roman von Ian McEwan

Ein halbes Jahr nach seinem gefeierten Erscheinen in Großbritannien wird Ian Mc Ewans neuer Roman 'Solar' jetzt auch auf deutsch veröffentlicht. McEwan behandelt darin vordergründig den Klimawandel, zeigt aber anhand seiner Hauptfigur - dem Wissenschaftler Michael Beard - eindrucksvoll welche Rolle der Mensch dabei spielt.

Mc Ewans Hauptfigur macht es schwer, sich mit ihr zu identifizieren. Michel Beard wurde als Physiker zwar mit dem Nobelpreis ausgezeichnet, ruht sich aber seitdem auf seinen wissenschaftlichen Lorbeeren aus. In seinem Privatleben zeigt er sich als maßloser Frauenheld, der es allein während seiner fünften Ehe, die gerade geschieden wird, auf elf Affären gebracht hat. Dabei sieht dieser Mann nicht unbedingt wie ein Frauenheld aus: Beard ist klein, kahlköpfig, dick. Die Wissenschaft interessiert ihn schon längst nicht mehr, seine Vorträge über die immer gleichen Ideen und Forschungsansätze lässt er sich gut bezahlen, und ergattert trotzdem ohne großen Enthusiasmus wichtige Fördergelder für ein Institut für erneuerbare Energien. Während Beards Privatleben kurz vor dem Kollabs steht, bietet sich ihm allerdings die Chance, einen Konkurrenten auszustechen und selbst wieder im Rampenlicht zu stehen.

Ian McEwan schickt seinen 'Helden' Michael Beard bis in die Antarktis, vorgeblich auf der Suche nach den Ursachen des Klimawandels und nach neuen erneuerbaren Energien. Dabei führt uns McEwan am Beispiel von Beard vor, wer der Hauptschuldige an der Klimakatastrophe ist: der Mensch und seine Maßlosigkeit.

Der mehrfach ausgezeichnete Autor McEwan lebt in London, sein Weltbestseller 'Abbitte' wurde mit Keira Knightley in der Hauptrolle erfolgreich verfilmt. 2005 reiste McEwan selbst in die Arktis und holte sich dabei wichtige Inspirationen für seinen neusten Roman. 'Solar' erscheint bei Diogenes, das Hardcover kostet 21,90 Euro.

Bilder: youtube.com/amazon.de

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