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So war das Haldern Pop Festival 2010

Es gehörte auch 2010 wieder zu den besten und schönsten Indiefestivals Europas: Das Haldern Pop. Mit Mumford & Sons, Beirut, The National und Yeasayer wurde auch in diesem Jahr wieder ein heiß geliebtes Programm auf die Beine gestellt, das große Namen vermeiden und kleinen Bands eine Plattform bieten will.

Die meisten der gut 6000 Zuschauer wären wahrscheinlich schon allein wegen Mumford & Sons an den Nierderrhein gereist. Die Band um Sänger und Gitarrist Marcus Mumford wurde am Freitagabend frenetisch gefeiert und konnte ihr Glück kaum glauben. Nachdem sie letztes Jahr noch im kleinen Spiegelzelt neben dem Reitplatz spielten, bedankten sich die Londoner immer wieder herzlich bei den vielen Fans, die ihre Songs lautstark mitsangen.

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Das Programm auf der einzigen Open-Air-Bühne startete am Freitag und Samstag schon um 13 Uhr und bot etwa mit dem britischen Alternative-Blues von Detroit Social Club oder Young Rebel Set vielversprechende Künstler. Langsam sprach es sich bei den Besuchern rum und spätestens als Hein Fokker die Ansage machte, konnten besonders die jungen Indie-Girls ihre Freude kaum verbergen. Der Überraschungsgast, der bisher nur mit einem Fragezeichen im Programmheft vermerkt war, hieß: Philipp Poisel.

Seit über 25 Jahren steht das Haldern Pop Festval für intime Gemütlichkeit, der sich die Dorfbewohner natürlich nicht entziehen wollen und können und daher jedes Jahr beim Festival mitwirken. Selbst die Kinder werden zum Pfandsammeln geschickt. Drei Tage lang steht das Dorf am Niederrhein dann im Rampenlicht der Pop-Öffentlichkeit und hat auch diesem Jahr wieder ein Näschen bei der Auswahl der Bands bewiesen. Im Spiegelzelt etwa entzückte eine junge Dame namens 'I Blame Coco', die sich später als die Tochter von Sting vorstellte

Mumford & Sons mit 'Little Lion Man'

Als vorletzte Band auf der Hauptbühne hat man mit Yeasayer eine eher gewagte Strategie probiert, die zumindest bei einigen wenigen mit Jubelschreien gedankt wurde. Die letzte Band des Festivals The National konnte ihr neues Album 'High Violet' aufgrund eines immer wieder ausfallenden Bassverstärkers nur widerwillig darbieten. Trotzdem gehörte ihr Auftritt beim Haldern Pop 2010 zu einem der besseren, was allein an der Atmosphäre des idyllischen Festivals liegt.

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