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Skandal: Blowjob auf der Bühne bei "Siegfried"-Inszenierung in Bayreuth

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Theaterbesucher haben es manchmal schwer, aber was die Zuschauer bei den Bayreuther Festspielen 2014 während der Inszenierung von "Siegfried" mit ansehen mussten, das verleitete sie zu lauten Buhrufen: Regisseur Frank Castorf ließ eine Darstellerin einen Blowjob bei ihrem Kollegen machen. Aber auch korpulierende Plastikkrokodile kamen beim Publikum nicht besonders gut an.

Nun fragen sich viele, was sich der Regisseur dabei gedacht hat. Ein britischer Besucher fragte laut N24.de nur achselzuckend: "Why?" - "Warum?". Und damit war er wohl nicht der einzige, der die Inszenierung etwas merkwürdig fand. Die Szenerie von Ring der Nibelungen verlegte Castrof ins kommunistische Amerika. Auf dem Mount Rushmore waren nicht US-Präsidenten, sondern Marx, Lenin, Stalin und Mao zu sehen.

Die Darsteller wirbelten mit Kalashnikows anstatt mit Schwertern umher und ballerten sogar drauflos. Darauf wies man die Zuschauer aber im Vorfeld hin, es werde einen lauten Knalleffekt geben. Und die waren wohl schon mies gestimmt, bevor der erste Vorhang fiel. "Ich habe noch nie ein Publikum erlebt mit so viel Hass, so viel Wut und so viel Rache", sagte Siegfried-Darsteller Lance Ryan schon vor Beginn der Inszenierung.

Der größte Aufreger aber war wohl der Blowjob, den Erda, dargestellt von Nadine Weissmann, Wotan, gespielt von Wolfgang Koch, verpasste. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel war anwesend. Es gibt allerdings kein Statement von ihr zu der Aufführung. Genauso unbemerkt, wie sie das Theater betrat, verließ sie es auch wieder.

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