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Sieg für Pink Floyd, Schlappe für EMI

Die Rocklegende Pink Floyd ging gegen seine eigene Plattenfirma EMI vor Gericht und gewann. Der Grund des Rechtsstreit war die Verkaufsstrategie von EMI, hauptsächlich Einzelsongs im Internet anzubieten. Die Heroen von Pink Floyd um Sänger David Gilmour hatten da etwas gegen.

Denn Pink Floyd waren noch nie die hitproduzierende Band, die Singles auf den Markt schmeißt. Sie sahen in ihren Alben schon immer Gesamtkunstwerke. Oder wie es Spiegel online ausdrückt: 'Pink Floyd sehen sich als Deuter der ganz großen musikalischen Zusammenhänge.' Ihr Anwalt Robert Howe habe vor Gericht damit argumentiert, dass die 'nahtlosen' Alben nicht auseinander gerissen werden dürften.

Die Plattenfirma EMI dagegen, bei der Pink Floyd seit 1967 unter Vertrag stehen, würde lieber den gewinnbringenden Weg des Einzelsongverkaufs gehen. Aber die Musiker haben sich schon vor Jahren in ihren Kontrakt schreiben lassen, dass von ihren Stücken nur ganze Alben auf den Markt geworfen werden dürfen. Der High Court in London entschied jetzt: Dieser Passus im Vertrag gilt auch für das Internet.

Bei dem Rechtsstreit war aber nicht nur die Wahrung des künstlerischen Anspruchs ein Thema, sondern auch noch viel weltlichere und schnödere Dinge: Nämlich die Berechnung der Online-Honorare. Spiegel Online vermutet deswegen, dass es der Band Pink Floyd, die jetzt einen Sieg in einem Rechtsstreit mit ihrer Plattenfirma EMI feiern darf, nicht nur um den künstlerischen Anspruch gehen würde, sondern auch um Geld.

Bild: chasermerch.com, musik-base.de

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