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Sido will seine eigene Lena finden

Mit einer eigenen Castingshow möchte sich der Berliner Rapper Sido demnächst selbst auf die Suche nach jungen Talenten machen. Sein Ziel sei es, Künstler langfristig aufzubauen. Sido sei selbst großer Fan von Castingshows und hatte mal in der Jury von Popstars gesessen.

Doch mit der Pro7-Show ging er nach dem Ende seines Jurydaseins hart ins Gericht. Die Methoden seien teilweise unmenschlich. Deswegen habe Sido vor, dass sich seine eigene Castingshow deutlich von Formaten wie DSDS oder Popstars abhebe, schreibt das Branchenblatt 'Musikwoche'. Den Gewinner der Show würde Sido dann bei seinem eigenen Label unter Vertrag nehmen.

Der Berliner wolle wohl eher in Richtung der Castingshows von Stefan Raab gehen. Die Künstler, die sich in seiner Show durchsetzen, sollen langfristig aufgebaut werden, ähnlich wie es bei ESC-Siegerin Lena passiert. Für seine TV-Pläne hat Sido TV-Produzent Christoph Post mit ins Boot geholt.

Und Post hat anscheinend schon 'sehr sichere empirische Daten' gesammelt, warum Sidos Format erfolgreich wird. Castingshows seien das beste Format, um Leute zu erreichen, denn viele könnten sich gar nicht mehr vorstellen, dass ein Künstler nicht aus einer Castingshow stamme, habe der Poduzent am Rande der Kölner creative business convention gesagt. Das beste Beispiel sei seine zehnjährige Tochter, denn die habe letztens bei der Sängerin Aura Dione gefragt: 'Papa, aus welcher Castingshow kommt die denn?'. Ob die sehr naive Sichtweise einer Zehnjährigen auf die TV- und Musikwelt reicht, um die Chancen von Sidos neuer Castingshow einzuschätzen, bleibt abzuwarten.

Bild: YouTube

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