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Septemberkino: "Berlin '36" und "Sturm"

Gestern starteten zwei hochkarätige Dramen um schwierige Themen in den deutschen Kinos. "Berlin '36" behandelt eine wahre Geschichte von den Olympischen Spielen 1936, "Sturm" ist eine Auseinandersetzung mit Kriegsverbrechen und den politischen Dimensionen von Justiz.

Das Drama "Berlin '36": Kurz vor den Olympischen Spielen im Jahr 1936 ist die Jüdin Gretel Bergmann (Karoline Herfurth) die beste deutsche Hochspringerin. Um zu verhindern, dass sie antritt, schicken die Nazis die sehr männlich wirkende Maria Ketteler (Sebastian Urzendowsky) gegen sie zur Qualifikation. Aus Konkurrenz wird Freundschaft, was schließlich den politischen Absichten der Deutschen widerspricht.

Trailer zu "Berlin '36"


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Fernsehregisseur Kaspar Heidelbach verfilmt den wahren Fall mit starken Bildern und Kulissen. Dabei führt er auf ein durchweg hervorragendes Darstellerensembe durch eine Geschichte mit ebenso politischen wie emotionalen Motiven.

Hannah Maynard (Kerry Fox) aus "Sturm" ist die anklagende Anwältin im Prozess gegen einen mutmaßlichen serbischen Kriegverbrecher. Als sich der wichtigste Zeuge das Leben nimmt, versucht Hannah deren Schwester zur Aussage zu bewegen. Schnell wird aber klar, dass die Justiz nicht gleichbedeutend mit Gerechtigkeit ist.

Trailer zu "Sturm"


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Hans-Christian-Schmids komplexer Justiz-Thriller behandelt die viel zu unreichend aufgearbeiteten Untaten des bosnisch-serbischen Krieges und weist zugleich auf die Unvereinbarkeit von Politik und Gerechtigkeit hin. Die internationale Produktion lief erfolgreich auf der Berlinale und gewann zwei Preise.

Die gestrigen Starts sind sicherlich nicht das typische Popcorn-Kino. Für Fans von gut gespielten Dramen mit Tiefgang und Hintergrund sind "Berlin '36" und "Sturm" aber genau das Richtige.

Bild: www.berlin36.x-verleih.de, www.sturm-der-film.de

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