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Schwulen-Mahnmal in Berlin

In Berlin wird am 27.Mai das Denkmal für die in der NS-Zeit verfolgten Homosexuellen der Öffentlichkeit übergeben. In der NS-Zeit wurden 54.000 Homosexuelle verurteilt, etwa 7000 wurden in Konzentrationslagern ermordet. Als Standort für das 600.000 Euro teure Mahnmal wurde der südliche Rand des Berliner Tiergartens gegenüber dem Holocaust-Denkmal bestimmt.

Der Entwurf für das Homosexuellen-Mahnmal stammt vom dänisch-norwegischen Künstlerduo Michael Elmgreen und Ingar Dragset und sieht einen Kubus auf Stelen vor. Durch ein Fenster in einer Ecke sieht der Betrachter die Filmprojektion einer endlosen Kussszene eines gleichgeschlechtlichen Paares, im Zwei-Jahres-Rhythmus Männer oder Frauen. Eine der zentralen Passagen dabei lautet: "Mit diesem Denkmal will die Bundesrepublik Deutschland die verfolgten und ermordeten Opfer ehren, die Erinnerung an das Unrecht wach halten und ein beständiges Zeichen gegen Intoleranz, Feindseligkeit und Ausgrenzung gegenüber Schwulen und Lesben setzen."

Für das geplante Mahnmal zur Erinnerung an die in der NS-Zeit ermordeten Sinti und Roma haben die bauvorbereitenden Maßnahmen gegenüber dem Reichstagsgebäude begonnen. Die Grundsteinlegung ist noch in diesem Jahr geplant. Der Denkmalsentwurf in Gestalt eines Brunnens stammt von dem israelischen Künstler Dani Karavan. Der Bund stellt für das Projekt bis zu zwei Millionen Euro zur Verfügung, das Land Berlin das Grundstück.

Quelle: n-tv.de
Bild: Jessica (Flickr)

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