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Im Kino: 'Sanctum' und 'Le Mac'

Action kann mehrere Gesichter haben, das zeigen auch die Kinostarts vom 21. April. Während 'Sanctum' düstere Ernsthaftigkeit in 3D auf die Leinwand bringt, positioniert sich die Komödie 'Le Mac - Doppelt knallt's besser' eher als französische Tarantino-Variante.

In 'Sanctum' macht sich eine Gruppe von Höhlentauchern auf eine Expedition in ein Labyrinth aus Unterwasserhöhlen in Papua Neuguinea. Unter ihnen befinden sich der 17-jährige Josh (Rhys Wakefield), sein Vater und Tauchprofi Frank (Richard Roxburgh), der Finanzierer Carl (Ioan Gruffudd) und dessen Freundin Victoria (Alice Parkinson) sowie die Taucherin Judes (Allison Cratchley). Der monatelang akribisch geplante Trip nimmt eine Wendung, als Judes bei einem Tauchgang, nicht ganz ohne das Verschulden Franks stirbt.

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Die eigentliche Herausforderung steht dem angeschlagenem Team aber noch bevor: Außerhalb des Labyrinths tobt ein heftiger Sturm, der die Höhlen nicht nur von oben überflutet, sondern auch noch den Eingang verschüttet, so dass der einzige Weg in die Tiefe zu führen scheint. Die Gruppe versucht einen anderen Ausweg zu finden und zu den Turbulenzen durch die übermächtige Natur kommen nun auch noch persönliches Geplänkel und Machtspiele.

Wo James Cameron draufsteht, da ist auch James Cameron drin! In der spektakulären und eigentümlichen 3D-Technik seines Produzenten drehte der australische Regisseur Alister Grierson einen visuell bestechenden und atmosphärisch beklemmenden Abenteuerfilm im Stile von 'Poseiden', 'Der Flug des Phoenix' oder 'Der Sturm'. Wenige Personen kämpfen ums Überleben, der Kampf läuft dabei ebenso miteinander wie gegeneinander. Trotz eines Mini-Budgets von 30 Millionen Dollar gibt der an der Goldküste in Queensland gedrehte Streifen den Eindruck von Hochglanz und Hollywood. Der eigentliche Kniff von 'Sanctum' liegt aber ohnehin in der Dramaturgie und die basiert, zumindest lose, auf den Erlebnissen des Tauchers Andrew Wight, der auch am Skript mitschrieb.

In 'Le Mac - Doppelt knallt's besser' haben die beiden Polizisten Mazin (Alain Fromager) und Rafart (Laurent Bateau) weniger als zwei Tage Zeit, um aus dem Spießer Gilbert (Jose Garcia) einen waschechten Zuhälter und Gangster zu machen. Der Grund: sein Zwillingsbruder Ace sollte als Spitzel einen mächtigen Kriminellen infiltrieren, hat aber vorher einen Rückzieher gemacht und ist geflohen. Gelegenheitsregisseur Pascal Bourdiaux hat für sein Leinwand-Debüt überwiegend positive Kritiken bekommen, in seiner Heimat sprach man sogar von einem französischen 'Pulp Fiction'. Dabei muss man aber ganz klar sagen, dass 'Le Mac' deutlich verspielter ist und dem nationalen Kino so doch sehr entspricht. Ein toller Hauptdarsteller, jede Menge kriminelle Abziehbilder und ein Gastauftritt des Fußballers Silvain Wiltord sorgen jedenfalls für jede Menge Spaß.

- Hier gehts zum Trailer von 'Le Mac - Doppelt knallt's besser'

Ob man sich für die atmosphärische Dichte des beklemmenden Abenteurs oder die skurrilen Gags der Gauner-Komödie entscheidet, bleibt einem selbst überlassen. Sowohl in 'Sanctum' als auch in 'Le Mac' jedenfalls bekommt man seine Portion Action für den April.

Bild: www.sanctum3d.de, www.lemac-derfilm.de

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