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Rückkehr der Expressionisten – die "Expressionale" in Berlin

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts brachten sie mit ihrer neuen avantgardistischen Kunst die sich im Taumel der Industrialisierung befindende Gesellschaft und deren Wahrnehmung ins Wanken – die Expressionisten.

Berlin war das Zentrum der expressionistischen Künstler, und nun – fast ein Jahrhundert später – kehrt die Epoche mit einer großen Werkschau zurück an den Ort seiner Entstehung. Die aufgeklatschten Farben, die grellen Formen und abstrakten Pinselstriche sind nun in der Hauptstadt zu besichtigen. Genauer, im neuen privaten Kunstzentrum am Potsdamer Platz 10.

Gezeigt werden die wichtigsten und maßgebendsten Werke dieser "Kunst für den Misthaufen", wie sie dereinst als wertlos und abstoßend deklassiert wurde. Schwerpunkt der Ausstellung sind somit die Gemälde, die Grafiken und Skulpturen von Ernst Ludwig Kirchner, Otto Mueller, Christian Rohlfs, Otto Dix und Josef Scharl.

Thema der damals jungen und progressiven Kunstrichtung waren meist die Missstände und die politischen Verhältnisse besonders der sich formierenden überbordenden Großstädte. Die weltoffenen Straßen Berlins waren damals der Nährboden für eine derbe Gesellschaftskritik.

Anderes zentrales Thema des Expressionismus – und damit der gesamten Ausstellung – war der Sex und die Erotik. Und so sind Teile der Ausstellung auch nur für Erwachsene einsehbar. Besonders die Werke eines George Grosz, der nackte weibliche Hintern expressiv in die Mitte seines Bildes stellte, waren für die damalige Zeit pure Provokation. Wer sich selbst ein Bild davon machen will, dem sei die "Expressionale" in Berlin wärmstens empfohlen.

Quelle: Stern.de
Bild: Youtube

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