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RTL verliert Prozess – Gericht stuft Bohlen als Künstler ein

Nun hat der Kölner Privatsender RTL auch noch den letzten Prozess um seinen Star Dieter Bohlen verloren. Nachdem der Sender wegen dessen derber und diskriminierender Art zu Strafzahlungen verdonnert wurde, unterlag RTL nun auch noch in einem Prozess, der sich mit der Frage beschäftigte, ob Dieter Bohlen bei seiner Tätigkeit als Künstler zu betrachten wäre.

Der Sender hatte während des Prozesses argumentiert, dass Bohlen und Co. in der Castingshow Experten darstellen würden, die die Darbietungen der Kandidaten fachgerecht bewerten würden. Das Gericht aber entschied, dass Bohlens "unterhaltsam gemeinte, oft aber bissigen und die Grenzen des guten Geschmacks übersteigenden Kommentare" ein wesentlichen Teil des Showidee von DSDS sein.

Was Dieter Bohlen in der Show mache, sei eine Mischung aus "Comedy, Satire und zielgruppengerechter Fernsehunterhaltung", so der oberste Richter. Zwar hat das Urteil nun keinen direkten Einfluss mehr auf die Bewertung von Bohlens Entgleisungen in der Show, wohl aber geht es dem Sender RTL finanziell nun noch einmal an die Wäsche.

Hintergrund des Ganzen war der Versuch des Senders, Zahlungen an die Künstler Sozialksasse (KSK) in Höhe von 174.000 Euro zu vermeiden. Da das Gericht aber Bohlen zum Künstler machte, wird genau diese Summe nun auch fällig. An die KSK muss jeder versicherter Künstler zu Gunsten aller Versicherter 3,8% aller seiner Einnahmen abführen.

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