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"Rote Rosen"- Kulisse in Lüneburg: Abriss nach verheerendem Brand

Ein schreckliches Feuer wütete in der Nacht in der denkmalgeschützten Lüneburger Altstadt, eine italienische Gaststätte im historischen Hafenviertel brannte völlig aus und auch das Hotel "Bergström" der beliebten Telenovela "Rote Rosen" blieb nicht unberührt! Ein Millionenschaden steht der Stadt Lüneburg bevor - Menschen wurden nicht verletzt.

"Das ist unabhängig vom Sachschaden ein unersetzlicher Verlust für die bei den Touristen beliebte Altstadt - ein Supergau", stellte Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge traurig fest.

Rund 500 Einsatzkräfte der Lüneburger Feuerwehr und aus dem gesamten Landkreis versuchten im historischen Hafenviertel Stintmarkt einem in der Nacht ausgebrochenen Brand Herr zu werden. Alte Gebäude drohten einzustürzen, sodass das Viertel weiträumig abgesperrt wurde. Ersten Schätzungen zufolge, beziffert man den entstandenen Sachschaden auf über eine halbe Million Euro. Das benachbarte Hotel "Bergström", Bestandteil der Kulisse der Telenovela "Rote Rosen", wurde ebenfalls von den Einsatzkräften evakuiert. "Wir hoffen, dass bis zum Beginn der neuen Dreharbeiten im Januar alle Schäden beseitigt sind", bleibt Produktionssprecher Dieter Zurstraßen von der ARD optimistisch.

Im historischen Hafenviertel Stintmarkt in Lüneburg brannte gegen 3.40 Uhr nachts ein altes vierstöckiges Gebäude völlig aus. Eine Explosion in einem italienischen Restaurant vermutet die Polizei als Brandursache: "Wir gehen davon aus, dass sie im Erdgeschoss stattgefunden hat." Ein Übergreifen des lodernden Feuers auf andere denkmalgeschützte Gebäude der Altstadt wollte man durch gezielte Löschaktionen verhindern. Auch von Booten aus löschten Einsatzkräfte, da der Fluss Ilmenau direkt angrenzt. Das historische Haus brannte dennoch komplett aus und war aufgrund akuter Einsturzgefahr nicht begehbar, sodass man sich zum Abriss der ausgebrannten Ruine entschied.

Viele angrenzend wohnende Anwohner mussten während der Löscharbeiten ihre Wohnungen verlassen und wurden im Lüneburger Glockenhaus betreut. Die starke Rauchentwicklung zwang andere, die in ihren Wohnungen bleiben konnten, ihre Fenster und Türen wegen der starken Rauchentwicklung zu verschließen. Erste Spuren zur Ursachenergründung stellten Brandermittler bereits sicher.

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