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Riesen-Marilyn Monroe erregt die Gemüter

In Chicago wurde eine Riesenstatue von Marilyn Monroe errichtet. Zu sehen ist die Ikone der Popkultur in ihrer wohl berühmtesten Pose mit flatterndem Kleid aus dem Film 'Das verflixte siebte Jahr' (1955). Acht Meter ragt die Riesen-Monroe in den Himmel. Geschaffen hat sie Seward Johnson, ein Künstler aus New Jersey. Wer der Filmdiva schon immer einmal unter den Rock schauen wollte, findet die Riesenstatue an exponierter Stelle an der Michigan Avenue.

Während sich vor allem Touristen begeistert von der Statue zeigen und sie ausgiebigst fotografieren, wird die überdimensionierte Figur in den Medien der Stadt und der Region überwiegend negativ gesehen. Der bekannte Kritiker Richard Roeper bemängelt in der 'Chicago Sun-Times' die fehlende Verbindung zur Stadt Chicago. So spiele der Film 'Das verflixte siebte Jahr' in New York und auch der Künstler komme aus dieser Region. Wenn es darum gegangen sei, ein Monument der Filmgeschichte aufzustellen, hätte man sich doch bitte auch an der reichhaltigen filmischen Vergangenheit von Chicago bedienen können.

Zudem provoziere die riesige Marilyn Monroe vulgäres Verhalten seitens ihrer Betrachter. Männer würden die Beine der Plastikdiva küssen und begierig Fotos von ihrem Slip schießen. Auch andere Stimmen kritisieren, dass die Figur alles enthüllen und damit den Mythos und die geheimnisvolle Aura der Filmdiva zerstören würde. All zu sehr brauchen sich die Kritiker jedoch nicht aufzuregen, schließlich wird die Riesenstatue von Marilyn Monroe im Frühling 2012 planmäßig wieder abgebaut.

Quelle: suntimes.com, chicagomag.com

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