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Riesen-Vagina als Kunstobjekt sorgt für Aufregung

Tiefrot ist die begehbare Vagina, die die Künstlerin Reshma Chhiba in einem Frauengefängnis in Südafrika ausgestellt hat. Die Kunstinstallation trägt den Namen "Zwei sprechende Yonis". Yoni ist der Begriff für Vagina aus dem Sanskrit. Doch das Objekt sorgt für ziemlich viel Kontroverse. Manche sind begeistert, andere wiederum entsetzt.

Der Clou der Riesen-Vagina ist, dass sie begehbar ist. Besucher müssen die Schuhe ausziehen, dann durch einen weich gepolsterten zwölf Meter langen Tunnel mit schummrigen Licht. Am Anfang ertönt ein schriller Schrei. "Damit soll die Kunstaustellung gegen Unterdrückung von Frauen aufbegehren", sagt Reshma Chhiba, die das Frauengefängnis als Ort mit Bedacht gewählt hat. Denn hier würden Frauen eingesperrt und unterdrückt.

Gender Links, eine Organisation, die sich für Gleichberechtigung in Südafrika einsetzt, ist begeistert. Die Künstlerin würde Tabuthemen in die Öffentlichkeit tragen und zeigen, dass der weibliche Körper nicht unbedingt eine private Angelegenheit sei. Mit der Riesen-Vagina soll auch auf die vielen Vergewaltigungen an Mädchen und Frauen aufmerksam machen.

Aber es gibt auch viele negative Reaktionen. Chhiba würde Blasphemie betreiben, werfen ihr Hindus vor. Die Künstlerin sei schockiert, denn die Vagina sei im Hinduismus kein Tabu. Benathi Mangqaaleza, die als Museumswärterin in dem ehemaligen Gefängnis arbeitet, nennt das Kunstobjekt gar "Pornographie". Eine Kontroverse habe sie nicht provozieren wollen, sagt die Künstlerin, doch genau das ist jetzt passiert.

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