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Im Kino: 'Red Riding Hood' und 'Das Hausmädchen'

Düster und Mysteriös wird es mit den Kinostarts von 'Red Riding Hood' und 'Das Hausmädchen'. Während der Hollywood-Streifen das bekannte Märchen vom Rotkäppchen vage in einen durchgestylten Fantasy-Thriller mit 'Twilight'-Flair verlegt, handelt es sich bei dem südkoreanischen Suspense-Movie um das Remake eines Klassikers.

Die junge und makellos hübsche Valerie (Amanda Seyfried) aus 'Red Riding Hood' hat eine Affäre mit dem Außenseiter Peter (Shiloh Fernandez), die beiden lieben sich schon seit Kindertagen. Dumm nur, dass ihre Eltern (Billy Burke und Virginia Madsen) eigentlich eine Hochzeit mit dem jungen Schmied Henry (Max Irons) arrangiert haben. Dann wird Valeries Schwester von einem Werwolf getötet, obwohl das Dorf Daggerhorn schon vor 20 Jahren Frieden mit der Kreatur schloss, indem es ihm regelmäßig sein bestes Vier überließ.

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Die Männer des Dorfes spüren die Bestie auf unter töten sie unter eigenen Verlusten. Mit der Ankunft des Werwolf-Experten Pater Salomon (Gary Oldman) wendet sich jedoch das Blatt. Der Spezialist meint, dass der eigentliche Werwolf sich in menschlicher Gestalt unter den Bewohnern befindet und schürt damit die Panik im Dorf. Auch Valerie, die eigentlich längst ihre Flucht mit Peter vorbereiten wollte, ist sich nicht mehr sicher, wen sie da eigentlich vor sich hat.

Die erfolgsverwöhnte 'Twilight'-Regisseurin Catherine Hardwicke bewegt sich mit 'Red Riding Hood' schon relativ nah an ihrer üblichen Rezeptur. Allerdings ist der ganz lose an Rotkäppchen angelehnte Blockbuster deutlich düsterer und nicht annähernd so schnulzig ausgelegt wie die Vampir-Reihe. Mit den großen Namen wie Seyfried, Oldman und Madsen sowie einigen jungen Durchstartern ist schon mal eine ordentliche Besetzung zusammengeschustert worden. Dazu überzeugt 'Red Riding Hood' durch eine spannende Erzählung und eine fantasy- gerechte Optik, die aufwendig und kühl zugleich wirkt.

Bei 'Das Hausmädchen' handelt es sich um ein Remake des gleichnamigen Klassikers von 1960. Der koreanische Meisterregisseur Sang-soo Im bringt den Psychothriller in die Gegenwart und findet dabei die Waage zwischen alt und neu. Im Film geht es um das aus armen Verhältnissen stammende Hausmädchen Eun-yi (Do-youn Jeon), das vom patriarchischen Hausherren Hoon (Jung-jae Lee) geschwängert wird. Fortan wird sie von den weiblichen Vertretern des Hauses geschnitten, darunter auch Hoons selbst schwangere Ehefrau. Sowohl ihr Leben als auch das ihres ungeborenen Kindes scheinen plötzlich nicht mehr sicher. 'Das Hausmädchen' ist eine durch und durch gelungene Neuauflage, die Atmosphäre des Films wird durch intensive Darstellerleistungen und den sterilen Look perfekt transportiert.

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Ein wenig düster sind die Kinostarts vom gestrigen Donnerstag schon. Während sich 'Das Hausmädchen' dabei allerdings vor allem an Fans von Arthouse und Psychothrillern richtet, bedient 'Red Riding Hood' mit Stars und Werwölfen durchaus auch ein junges Publikum.

Bild: wwws.warnerbros.de/redridinghood/index.html, http://das- hausmaedchen.de

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