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Rechtsstreit: Harry Potter vs. "Hari Puttar"

Einen seltsamen Rechtsstreit führen die Filmrechteinhaber von Harry Potter, nämlich das mächtige Filmstudio Warner Bros. aus den USA. Das klagte jetzt gegen den Start des indischen Kinofilms "Hari Puttar". Warum? Ganz einfach, je nachdem, wie man den Namen des Films ausspricht, hört sich das eventuell zu sehr nach Zauberlehrling Harry Potter an. Da die Studios wohl eine Verwechslungsgefahr wahrnehmen, versuchen sie den indischen Start des Film, zumindest unter diesem Namen, zu verhindern.

Eigentlich sollte "Hari Puttar" am 12. September in den indischen Kinos starten. Das Gericht vertagte den Prozess jedoch nach der ersten Anhörung am Montag, er wird am 2. September in Bombay wieder aufgenommen. Die Produzenten des Bollywood-Streifens sehen der Entscheidung übrigens ganz ruhig entgegen. Inhaltliche Übereinstimmungen gäbe es schließlich keine zwischen Harry und Hari, außerdem stehe "Puttar" in Panjabi für "Sohn", was doch zur Schlichtung dieses Rechtsstreits reichen sollte.

Inhaltlich erinnert "Hari Puttar" an einen ganz anderen US-Film. Es ist ein ziemlich genauer Abklatsch des Kino-Hits "Kevin - Allein zu Haus" von 1991. Erst vor kurzem gab es in einem Bollywood-Film eine ziemlich dreiste Kopie. "God Tussi Great Ho" war eine eins zu eins Kopie des Kassenschlagers "Bruce Allmächtig", machte aber nicht zuletzt Schlagzeilen, weil er wegen seiner Gottesdarstellung z.B. in den Vereinigten Arabischen Emiraten nicht gezeigt werden durfte. Falls "Hari Puttar" nicht starten sollte, hat das nichts mit Gott zu tun. Dann heißt das, Harry Potters teuere Anwälte konnten diesen Rechtsstreit für sich entscheiden.

Der Trailer zu "Hari Puttar" hat wirklich nichts mit Harry Potter gemeinsam

Quelle: Spiegel Online
Bild: YouTube

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