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Radikalerneuerung: ZDF will "Wetten, dass..?" retten

"Wetten, dass…?" kehrt im Oktober aus der Sommerpause zurück: Das Studio ist frisch renoviert, die Redaktionsleitung wurde ersetzt und das Format generalüberholt.

Wetten, dass bessere Wetten, prominentere Gäste und weniger Klamauk die Quote retten? So hofft man zumindest beim ZDF: "Der Fokus soll wieder mehr auf den Wetten liegen und ihren Kandidaten, auf Hollywood-Glamour und deutschen Top-Stars, auf deutschen und internationalen Musik-Acts", so ZDF-Unterhaltungschef Oliver Fuchs gegenüber der "Bild am Sonntag".

Vieles wird am 5. Oktober in Bremen neu sein, wenn "Wetten, dass…?" aus der Sommerpause zurückkehrt. Das Publikum soll sich in dem großen Studio wohl fühlen, es wurde renoviert, ein neuer Teppichboden verlegt, größere Kissen auf der Couch staffiert und die Wettkandidaten-Lounge ist nun wieder getrennt von der Gästecouch. Der Wettkönig kann sich fortan über 50.000 € Bargeld freuen, ein Auto eines Markensponsors wird es nicht mehr geben.

Eine Nachfolgerin für die bisweilen fehlwirkende Assistentin Cindy aus Marzahn, die aus der Sendung ausstieg, ist künftig nicht vorgesehen. "Markus Lanz wird die Sendung allein moderieren. Dabei wollen wir ihn noch stärker mit der Wettdramaturgie verbinden. Er ist einer der vielseitigsten Moderatoren, die wir in Deutschland haben, und das werden wir intensiv nutzen", erklärt Oliver Heidemann, der ZDF-Redaktionsleiter. Ein erster Schritt in diese Richtung ist die ersatzlose Streichung der fragwürdigen "Lanz-Challenge", die beim Publikum nie so recht auf Begeisterung stieß und zuletzt in Buhrufen auf Mallorca endete.

Sylvester Stallone, Harrison Ford, Matthias Schweighöfer, Ruth Maria Kubitschek und Anja Kling werden zur 207. "Wetten, dass…?"-Ausgabe in Bremen erwartet, musikalisch werden Helene Fischer und Cher den Abend begleiten. Michelle Hunziker wird ausnahmsweise und erwartungsgemäß nur für die kommende Ausgabe als Co-Moderatorin zurückkehren und damit ihre Wettschuld begleichen.

Vieles wirkt neu und ist doch nur ein Besinnen auf die vergangenen, besseren Zeiten Europas erfolgreichster Fernsehshow. Das ZDF will wieder das quotenträchtige, ältere Publikum am Samstagabend vor den Bildschirm holen und den Abwärtstrend aufhalten. "Die Akzeptanz der Zuschauer sollte nicht tiefer rutschen als zuletzt", unterstreicht Unterhaltungschef Fuchs.

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