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Die größten Skandale um Quentin Tarantino

Der neueste Kinofilm von Quentin Tarantino heißt "Once upon a time in Hollywood" und hat bei der Oscar-Verleihung den ein oder anderen Award abgegriffen. Dennoch hat er immer wieder Probleme mit Skandalen. Da wäre der Vorwurf des Rassismus. In "Django Unchained" wird 110 Mal das N-Wort gesagt und auch in seinen anderen Filmen hört man es sehr oft. Aber ein Rassisit ist der Regisseur deswegen noch lange nicht. Schauspieler Samuel L. Jackson nimmt ihn in Schutz und sagt, dass er es aus künstlerischen Zwecken verwendet. Dem Schauspieler glauben wir natürlich gerne, ist er doch in einigen Streifen von Quentin Tarantino zu sehen.

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Gewalt

Wer seine Filme gesehen hat, der weiß, dass es dort zu einer Menge körperlicher Gewalt kommt, auch oft in sehr übertriebener Art und Weise. Dies werfen ihm seine Kritiker immer wieder vor. Aber Quentin Tarantino entgegnet, dass diese Gewaltdarstellungen reine Kunst sind. Außerdem habe die in seinen Filmen dargestellten Szenen nichts mit der Realität zu tun. Allerdings war ein Teil der Bevölkerung schockiert, als er meinte, ab 12 Jahren solle man sich ruhig "Kill Bill" ansehen dürfen, um von einer starken Frau zu lerne. Aber der Regisseur setzt sich immer wieder gegen reale Gewalt ein und verurteilt sie. So hat er der Polizei in den USA vorgeworfen, übertriebene Gewalt gegen die schwarze Bevölkerung einzusetzen und marschierte auf Demonstrationen dagegen mit. Daraufhin wurde im vorgeworfen, dass er jeden Polizisten als Mörder bezeichnet. Das kann man aber ruhig unter Verleumndung abtun.


Sein Kampf gegen Disney

Der Disney-Konzern ist inzwischen das mächtigste Unternehmen in Hollywood und kann quasi selbst darüber bestimmen, welche Filme wann und wie lange laufen. Viele Produzenten und Regisseure nehmen das stillschweigend hin, um keine Probleme zu kriegen oder um sich keine Türen zu verschließen, nicht so aber Quentin Tarantino. Er warf Disney in einer Radioshow vor, dass sein Film "The Hateful Eight", der wie eben erwähnt eine Menge Rassimus-Vorwürfe bekam, die aber von Samuel L. Jackson ausgehebelt wurden, aus den Kinos vertrieben werden solle, damit der zeitgleich erschiene "Star Wars"-Film eine längere Laufzeit habe. Und so ist das auch tatsächlich geschehen, ohne dass es Konsequenzen dafür gab.

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Der Fall Harvey Weinstein

Vor einiger Zeit wurde bekannt, dass Produzent Harvey Weinstein jahrelang Schauspielerinnen sexuell belästigt habe. Auch dazu hätte Quentin Tarantino etwas sagen können, da hat er aber den Mund gehalten. Sein Kultfilm "Pulp Fiction" wurde damit von Miramax vertrieben und er hatte deswegen mit dem Regisseur zu tun gehabt. Schauspielerin Uma Thurman wurde von Harvey Weinstein sexuell belästigt und während der Dreharbeiten durfte Quentin Tarantino keinen Kontakt zu ihr haben. Der damals noch junge Regisseur hat das hingenommen, aber als all diese schlimmen Geschichten ans Tageslicht kamen, sagte er, dass er über vieles bescheid wusste. Im Nachhinein tut es ihm leid, dass er nie etwas dagegen unternommen habe.



Stunts müssen selbst gemacht werden

Es gibt schon einige Schauspieler, die immer wieder in den Filmen von Quentin Tarantino auftauchen. Uma Thurman ist eine davon und sie war die Hauptdarstellerin in Kill Bill. Bei den Dreharbeiten bestand der Regisseur, der nicht viel von Spezialeffekten hält und es so real wie möglich haben will, darauf, dass sie mit einem Auto ziemlich schnell durch eine waldige Gegend fahren solle. Sie weigerte sich erst und meinte, dass wäre ein Fall für eine Stuntfrau, aber Quentino Tarantino konnte sie dann doch überreden. Was sie allerdings nicht wusste, war, dass der Wagen umgebaut wurde und ziemlich schwer zu lenken war. Prompt fuhr sie tatsächlich gegen einen Baum und hat sich Verletzungen zugezogen. Jahrelang wurde dieses Filmmaterial unter Verschluss gehalten, allerdings nahm die Schauspielerin Quentin Tarantino in Schutz, auch wenn sie eigentlich ziemlich sauer gewesen sein musste und noch immer sein könnte.

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