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ProSieben muss Aufreißformat '50 pro Semester' nach Protest verschieben

Nach allem was in den letzten zehn Jahren schon im deutschen Fernsehen zu sehen war, möchte man meinen, dass es nichts geben könnte, was die Gemüter erregt, doch wie Welt Online berichtet, hat ProSieben nach massiver Kritik den Programmstart des neuen TV-Format '50 pro Semester' verschoben.

Bei dem Format geht es um Münchener Studenten, die bei einer Wette begleitet und beobachtet werden. Bei der Wette müssen es die Teilnehmer schaffen innerhalb eines Semesters 50 Frauen oder Männern zu verführen. Die Sendung sollte eigentlich am 18. Januar anlaufen.

Allerdings hagelte es Kritik aus Politik und Religion. So bezeichnete der katholische Weihbischof Hans-Jochen Jaschke das Format als billigen Voyeurismus. Christine Haderthauer, die bayerische Familienministerin, versteht die Sendung als moderne Kopfgeldjagd in der Männer und Frauen zu Sexobjekten degradiert werden.

ProSieben ließ verkünden, dass es sich bei der Sendung um kein Reality-Format handeln würde und dass alle Darsteller Laienschauspieler sind. Der Sender definierte die Sendung als Soap über junge Menschen, die Spaß am Leben, der Liebe und Sex haben.

Die Kritik scheint aber nicht vollständig an den Machern vorbeigegangen zu sein. Der Sender hat sich daher entschieden das Aufreiß-Format '50 pro Semester' zu einem bisher unbestimmten, späteren Zeitpunkt zu senden, obwohl man der Ansicht ist, dass medienrechtliche Vorschriften, als auch Ethik und Moral sich in der Sendung widerspiegeln.

Bild: Kristen Holden

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