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Project Pothole - Schlagloch-Kunst

Eine nette Streetart Idee stammt von Juliana Santacruz Herrera, die das Project Pothole gegründet hat. Wer durch die Straßen von Paris schlendert, wird diverse Schlaglöcher und Risse in den Straßen und auf Gehwegen bemerken. Statt sich darüber zu ärgern oder weiter vor sich hin zu stolpern, hat sich die Künstlerin etwas anderes ausgedacht. Sie füllt die teils ziemlich großen Löcher mit geflochtenem buntem Garn und Wolle auf, so dass etwas Farbe in die graue Beton-Einöde kommt.

Außerdem werden natürlich die Stolpersteine aufgefüllt oder zumindest wird durch die knalligen Farben signalisiert, dass der Weg hier nicht intakt ist. Diverse Fahrradfahrer dürften ihr wohl dafür danken. Doch selbst nachdem Juliana meterlange Risse aufgefüllt hat, sieht man auf ihren Bildern direkt nebenan immer noch mehr freie Löcher und Risse.

Wie HonestlyWTF.com berichtet, hat auch der Künstler Jan Vormann mit seinem Projekt Dispatchwork das Stadtbild ausgebessert. Sein Projekt begann in der italienischen Stadt Bocchigano, wurde seitdem aber in Tel Aviv, Berlin, New York, Basel, St. Petersburg und an vielen weiteren Orten fortgeführt. Statt mit Garn baut er mit Legos kaputte Mauern und Wände wieder zusammen.

Die farbenfrohen Bauklötze werden in die Torbögen und Mauern eingefügt und fallen neben den fast schon ruinenartigen alten Gebäuden natürlich ums mehr auf. Wer also demnächst einmal durch die Großstadt spaziert, sollte die Augen nach der kreativen Streetart-Idee auf halten. Ansonsten könnte man ja auch selber ein Project Pothole beginnen, denn lästige Schlaglöcher gibt es auch in Deutschland zur Genüge.

Bild: honestlywtf.com

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