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Popkomm 2011: Mit Streaming-Diensten aus der Krise

Seit gestern läuft in Berlin die Popkomm 2011. Die internationale Musikmesse richtet sich in drei Tagen mit mehr als 400 Ausstellern aus 21 Nationen an ein Fachpublikum aus Mitarbeitern von Plattenfirmen und Konzertveranstaltern. Im Mittelpunkt der Messe auf dem Gelände des stillgelegten Flughafens Berlin Tempelhof steht mal wieder das Thema Digitalisierung.

Und da gibt es einiges zu diskutieren. Dass die CD-Verkäufe sinken, ist schon seit Jahren ein Trend. Doch auch der Markt mit digitalen Downloads läuft in Deutschland, immerhin der drittgrößte Musikmarkt der Welt, im internationalen Vergleich eher schleppend. Insbesondere jüngere Hörer legen immer weniger Wert darauf, Musik zu besitzen, sei es in Form physischer Tonträger oder digitaler Dateien, weshalb ein heiß diskutiertes Thema der Messe Streaming-Dienste sind.

Kostenpflichtige Streaming-Anbieter wie Simfy Premium, Napster oder Musicload Nonstop konnten im ersten Halbjahr 2011 ihren Umsatz um 21,4 Prozent steigern, werbefinanzierte und für den Nutzer kostenlose Angebote vermehrten ihre Erlöse gar um 65 Prozent. Kein Wunder, dass die großen Plattenfirmen im Streaming den Markt der Zukunft sehen. Rechtliche Barrieren sind derzeit aber oft noch ein Hindernis solche Dienste weiter auszubauen. Besonders häufig gerät daher die Verwertungsgesellschaft GEMA in die Kritik, die viele Streaming-Vorhaben blockieren soll und auch dafür verantwortlich gemacht wird, dass viele Musikvideos auf Youtube für deutsche Nutzer nicht zu sehen sind.

Die Pokomm 2011 findet im Rahmen der Berlin Music Week statt. Bis Sonntag locken zahlreiche Konzerte, Diskussionen und Clubbing-Veranstaltungen. So werden beim Berlin-Festival Suede, Beginner, Primal Scream und James Blake auf der Bühne stehen. Auch viele Newcomer-Bands geben sich zu diesem Anlass ein Stelldichein in der Hauptstadt.

Quelle: manager-magazin.de, bz-berlin.de

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