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Unsere Väter, unsere Mütter: Polen sauer wegen ZDF-Serie

In Polen ist man derzeit nicht gut auf das ZDF zu sprechen, denn unsere östlichen Nachbarn sehen sich zu negativ im Dreiteiler "Unsere Väter, unsere Mütter" dargestellt. Das Kriegsepos ist eh schon seit Tagen wegen seiner unverblümten Darstellung von Brutalität in den Schagzeilen.

Vor allem in Polen ist man sehr ungehalten über die Serie. Und nun meldet sich auch noch der Chef des polnischen TV-Senders TVP höchstpersönlich zu Wort. In der Serie werde ein schiefes Bild der polnischen Heimatarmee, die gegen die Invasion der Nazis kämpfte, gezeichnet, meint Juliusz Braun. Die Widerstandskämpfer würden als Antisemiten dargestellt.

In einem Brief teilte Braun dem ZDF seine Bedenken mit. "Diese Darstellung hat nichts mit der historischen Wahrheit gemein und muss daher zurückgewiesen werden", schrieb der polnische TV-Chef laut dem Spiegel. Die Kämpfer der polnischen Heimatarmee Armia Krajowa (AK) werden wie Judenhasser dargestellt. Das will man in Polen nicht auf sich sitzen lassen. Vor allem im dritten Teil muss sich der Berliner Jude Viktor vor den Polen in Acht nehmen. Die Partisanen lassen dort Sprüche wie "Die Juden ertränken wir wie Katzen" ab.

Für das ZDF war der Dreiteiler "Unsere Väter, unsere Mütter" ein TV-Erfolg. Mehr als sieben Millionen Zuschauer saßen jedes Mal vor den TV-Geräten. Doch nun mehrt sich die Kritik. Auch der "Tagesspiegel" spart nicht damit. 270 Minuten habe der Dreiteiler gedauert, und während dieser Spielzeit hätten die vielen Zuschauer eigentlich nur Polen als Antisemiten gesehen.

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