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Plagiat: Bushido, der Musikdieb

Bushido scheint es mit Urheberrechten und geistigem Eigentum nicht so ernst zu nehmen: Der Rapper, der schon wegen diverser Verstöße in Haft saß, bediente sich dreist bei der Musik der französischen Band Dark Sanctuary und bastelte daraus eigene Tracks. Anschließend gab er sich als Urheber der Beats aus. Die Franzosen verklagten Bushido nun.

Vor dem Hamburger Landgericht wurde der Fall verhandelt. Als Sieger ging die französische Band Dark Sanctuary hervor. Bushido verletzte das Urheberrecht. 'Er schmückte sich mit fremden Federn', sagte der Richter als Begründung für das Urteil. Insgesamt wurden 13 Songs beanstandet. Bei Tracks wie 'Sex in the City' und 'Goldrapper' nahm Bushido nur die Musik der Franzosen und rappte darüber. Im Booklet erscheint aber der Name Bushido als Urheber der Beats. Dreister geht es kaum.

Nun kommt einiges auf Bushido und dessen eigene Plattenfirma ersguterjunge zu. Der Rapper muss 63.000 Euro an die Komponisten zahlen. Er habe die Musik durch seine Texte verfremdet und als seine eigene ausgegeben. Dadurch sei das Persönlichkeitsrecht der Komponisten verletzt worden. 'Bushidos Texte sind nicht jedermanns Sache, da hätte man bei den Urhebern nachfragen müssen', meinte der Richter laut Zeit online. Die Gema-Tantiemen gehen nun ebenfalls an die Franzosen. Dazu kommt noch eine Schadensersatzzahlung, dessen Höhe noch aus den Verkaufserlösen errechnet werden muss.

Bushidos Label ersguterjunge und seine frühere Plattenfirma Universal Music dürfen außerdem die elf CDs, auf denen die 13 Songs vorkommen, nicht mehr verkaufen. Die CDs, die bereits im Laden stehen, müssen zurückgerufen und vernichtet werden. Auch Sampler wie 'Bravo Hits' oder 'The Dome'. Fans, die die beanstandeten Bushido-CDs besitzen, sind davon aber nicht betroffen. Dieses Gerichtsurteil ist eine ziemliche Schlappe für Bushido, der bei der französischen Band Dark Sanctuary klaute.

Bild: YouTube, Metallibrary.ru

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