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Petra, die pinkelnde Polizistin

Was für eine Aufregung um Petra, die pinkelnde Polizistin, erschaffen von Künstler Marcel Walldorf. Einerseits wird die Skulptur mit einem Preis bedacht, andererseits prallt ihr Empörung von höchster Stelle entgegen. Die Kunsthochschule Dresden, in der 'Petra' ausgestellt ist, sieht es gelassen.

Auch ein Hippie muss mal Pippi, sagt der Volksmund. Oder eben auch mal eine Gesetzeshüterin. Eine Polizistin hockt in voller Montur, aber heruntergelassener Hose und blankem Hinterteil, in einer Ecke der Kunsthochschule. Offenbar lässt sie gerade Wasser. Diese Skulptur mit dem Namen 'Petra' sorgt gerade für jede Menge Wirbel, wie der Nachrichtensender n-tv berichtet.

Künstler Marcel Walldorf wurde für sein Werk von der Leinemann Stiftung für Bildende Kunst mit einem Nachwuchspreis ausgezeichnet. Doch es gibt auch Leute, die das Ganze nicht so lustig oder künstlerisch wertvoll finden. Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) etwa zeigte sich 'schockiert' über Petra, die pinkelnde Polizistin. Er empfindet das Werk als eine Beleidigungen für Polizistinnen und sieht darin eine Verletzung der Menschenwürde.

Verbieten wolle das Innenministerium das Kunstwerk aber nicht. Man sei für die Freiheit der Kunst. Ulbig meinte, er halte lediglich die Preisvergabe für nicht richtig. Ansonsten halte sich die Zahl der Kritiker aber sehr in Grenzen. Die Kunsthochschule Dresden sieht das Ganze gelassen. 'Das Medieninteresse hat uns zwar keine Heerscharen an Publikum gebracht, aber wir erfahren überwiegend positive Resonanz und keine Empörung', sagt Hochschul-Pressesprecherin Andrea Weippert. Petra, die pinkelnde Polizistin von Künstler Marcel Walldorf, wird also weiterhin mit heruntergelassener Hose in die Ecke der Kunsthochschule Dresden pinkeln dürfen.

Bild: YouTube, Screenshot rebelart.net

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