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Pink Floyd verklagen ihre Plattenfirma EMI

Die britische Rocklegende Pink Floyd zieht vor Gericht gegen ihre Plattenfirma EMI. Die Rockstars sind nicht damit einverstanden, dass das Label einzelne Songs im Internet verkaufen will. Laut David Gilmour und Co. sollen nur komplette Alben im Netz angeboten werden. Schulden, Streit mit ihren Künstlern: EMI hat derzeit einen schweren Stand.

Da prallen zwei Welten aufeinander. Die Plattenfirma EMI will den umsatzträchtigen Kurs des Einzelverkaufs über Portale wie iTunes anstreben. Es hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass sich mit Einzelsongs mehr Geld verdienen lässt. Pink Floyd wollen allerdings nur komplette Alben anbieten. Vor dem High Court in London wird der Fall nun verhandelt.

Die Band Pink Floyd hat sich vor vielen Jahren in den Vertrag schreiben lassen, dass eine Einzelvermarktung untersagt wird. Gilmour und Co. meinen, das gelte auch für das Internet. EMI ist da anderer Meinung. Die Plattenfirma glaubt, dass dies nur für den freien Verkauf gelte, weil es damals den Internetverkauf noch nicht gab. Für das Label ist die Zusammenarbeit mit Pink Floyd fast schon existenziell. Nur mit den Songs der Beatles macht EMI, das laut Financial Times Deutschland mit 3,2 Milliarden Pfund verschuldet ist, noch mehr Geld.

Zur Zeit hat es EMI sehr schwer: Viele Bands und Künstler sind nicht damit einverstanden, welchen Kurs die Firma in den letzten Jahren eingeschlagen hat. Stars wie Paul McCartney und Radiohead haben ihre Verträge mit EMI schon aufgekündigt und junge Künstler meiden die Zusammenarbeit mit dem Label. Nun ist auch Pink Floyd kurz davor, ihrer Plattenfirma EMI den Rücken zu kehren.

Bild: YouTube, Wikipedia

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