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Pimmel über Berlin bleibt

Die satirische Kunstinstallation, die in der Bundeshauptstadt inzwischen als 'Pimmel über Berlin' bekannt ist, wird nun doch nicht entfernt. Die Skulptur an der Fassade des Verlagshauses der taz zeigt einen Mann, dessen Penis sich rekordverdächtig über fünf Stockwerke erstreckt.

Dieser Mann sieht BILD-Chefredakteur Kai Dieckmann sehr ähnlich. Künstler Peter Lenk, der mit seinen Kunstwerken schon mehrere Male für Kontroversen und Irritationen gesorgt hat, spielt mit seiner satirischen Kunstinstallation auf einen Prozess an, den Dieckmann 2002 gegen die taz anstrengte. Die Tageszeitung meldete damals, dass der BILD-Chefredakteur sich einer Penisverlängerung unterzog.

Der 'Pimmel über Berlin' sorgte nicht nur für Jubler. Ausgerechnet taz-Chefredakteurin Ines Pohl äußerte sich eher negativ: 'Dabei geht es wohl um ein tiefes Männerproblem: Wer hat den Längeren?', sagte sie laut der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Kai Dieckmann sieht das ganze eher sportlich und wirft der taz Boulevardisierung auf niedrigstem Niveau vor.

Angeblich sollen sogar Abo-Kündigungen bei der taz eingegangen sein. Deswegen tagte jetzt der Vorstand und beschloss zunächst, das Werk wieder abzuhängen. Kai Dieckmann plädierte aber dafür, es hängen zu lassen. Der Vorstand der taz setzte sich also wieder zusammen. Nun wurde beschlossen, dass der 'Pimmel über Berlin' am taz-Verlagshaus hängenbleibt.

Bild: taz.de, taz.de

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