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Peter Anders - 'Was vom Tode übrig bleibt'

Peter Anders geht einem der ungewöhnlichsten Beruf nach, die man ergreifen kann. Peter Anders ist Tatortreiniger. Anders war einer der ersten in Deutschland, die sich um die Beseitigung von Tatortspuren spezialisiert hat, in seinem Buch 'Was vom Tode übrig bleibt' erzählt er von seinem ungewöhnlichen Beruf.

Peter Anders rückt dem Tod zu Leibe, mit chemischen Reinigungsmittel, Sprays und wenn es sein muss auch dem Spachtel. Anders wird immer dann gerufen, wenn die Polizei ihre Arbeit am Tatort eines Verbrechens beendet hat. Er beseitigt den Leichengeruch und die Spuren, die verwesende Leichen hinterlassen. In den sechs Jahren, in denen Anders inzwischen seiner Tätigkeit als Tatortreiniger nachgeht, hat er einige menschliche Tragödien erlebt, und oft genug auch als eine Art Seelsorger Angehörigen über den Tod eines Menschen hinweggeholfen. 'Was vom Tod übrig bleibt' ist keine Lektüre für zarte Gemüter, dabei aber ein hoch spannender Einblick in das leben eines Menschen, zu dessen Alltag unschöne Begegnungen mit dem Tod gehören. Anhand von besonders spektakulären Fallbeispielen erzählt Anders, was den Alltag eines Tatortreinigers ausmacht, und wie man die Einblicke, die man dabei gewinnt, aus seinem eigenen Seelenleben heraushalten kann.

Seit 2005 ist Peter Anders als Tatortreiniger tätig. Zuvor war er mehr als 20 Jahre als Rettungsassistent und Feuerwehrmann im Einsatz. Anders hat in München die Reinigungsfirma 'asdmünchen' gegründet, die im Jahr ungefähr 50 Einsätze hat, bei denen es um die Reinigung eines Tatort geht. Daneben bietet seine Firma auch die Bekämpfung von Schädlingen an. Im Heyne Verlag ist jetzt Peter Anders Buch 'Was vom Tode übrig bleibt. Ein Tatortreiniger berichtet' erschienen. Das Taschenbuch hat einen Umfang von 256 Seiten und kostet 8,99 Euro.

Bild: Kay Blaschke/randomhouse.de

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