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Palästinenser verklagt Sasha Baron Cohen und viele mehr

Nun scheint es für Sasha Baron Cohen ernst zu werden, denn der Palästinenser Ayman Abu Aitas hat, wie bereits von uns berichtet, seinen Plan umgesetzt und den Schauspieler verklagt. Grund dafür ist der Auftritt Aitas in Cohens Film Brüno, wo er einen palästinensischen Anführer der Al-Aksa-Brigaden gespielt hat.

Nach den Ausführungen von Aitas, der aus Bethlehem stammt, war die ganze Situation unter falschen Angaben und durch Lügen von Seiten des Filmteams gefilmt worden. Abu Aitas ist selbst Christ und Anhänger der Fatah-Partei, die eine friedliche Lösung im Nahost-Konflikt sucht und Gewalt und Islamismus ablehnt.

Neben der Darstellung Aitas als Terroristenführer im Film, wiederholte Sasha Baron Cohen seine Äußerung bei einem Auftritt bei David Letterman und bezeichnete den getäuschten Aitas mehrmals als Terroristen. Wie Kino.de berichtet, sind Aitas und seine Familie aufgrund der Darstellung des Films ständigen Morddrohungen ausgesetzt.

Weil der Lebensmittelhändler seine Existenz als zerstört ansieht, ist er in die Vereinigten Staaten gereist und hat in einem Rundumschlag neben Sasha Baron Cohen, unter anderem auch gegen den Regisseur des Film, Larry Charles, gegen Universal, sowie gegen David Lettermann, dessen Produktionsfirma, sowie den TV-Sender CBS auf 110 Millionen US-Dollar verklagt.

Auch die Verspottung von Osama Bin Laden, sowie der Al-Aksa-Brigaden hat eben diese palästinensische Terroristengruppe nicht gerade wohlwollend aufgenommen. Auch wenn es keine konkreten Drohungen in Richtung Cohens gab, ließen die Al-Aksa-Brigaden wissen, dass man sich vorbehalte, auf den Komiker so zu reagieren, wie die Organisation es für richtig halte.

Der Film Brüno selbst spielte weltweit circa 137 Millionen US-Dollar ein. Sollte Aitas die geforderte Summe zugesprochen bekommen, würde das alle Beteiligten sehr teuer zu stehen kommen.

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