Excite

News zu den Filmfestspielen in Venedig

Die News zu den Filmfestspielen in Venedig im Überblick: Viele Lobeshymnen gab es bisher noch nicht in der Wasserstadt. Von den roten Teppichen gab es am Wochenende spannenderes zu berichten, als von den Leinwänden. Dort gab es auffällig viele Frauenschicksale zu sehen, die teilweise sehr unterschiedlich endeten.

Einer der sehnlichst erwarteten Filme des Festivals war "The Burning Plain" des Mexikaners Guillermo Arriaga. Der Oscar-nominierte Drehbuchautor schrieb die gefeierten Skripte zu "Amores Perros", "21 Gram" und "Babel" und geht in Venedig mit seinem Regie-Debüt an den Start. Dabei geht es um die seelischen und körperlichen Wunden zweier ebenso starker wie verletzlicher Frauen. Charlize Theron und Kim Basinger spielen das Mutter-Tochter-Gespann grandios, ansonsten langweilte das Drama die Zuschauer zu deren Überraschung eher.

Vergleichbar verhält es sich mit "L´autre" von Patrick Mario Bernard und Pierre Trividic. Die großartige Dominique Blanc gibt hier eine krankhaft eiffersüchtige Sozialarbeiterin am Rande des Wahnsinns. Obwohl die Geschichte unaufhaltsam in Wut und Gewalt steuert, langweilte sich auch hier das Publikum größtenteils. Zu drastischeren Mitteln griffen dann weitere Wettbewerbsbeiträge. In Barbet Schroeders "Inju, la bete dans l’ombre" wird eine Geisha von einem Krimiautoren verfolgt. In Ferzan Özpeteks "Un giorno perfetto" aus Italien ist es sogar der eigene Ex-Mann, obendrein noch ein Polizist, der eine Frau verfolgt und ihr schlimmes antut. Wo sind Frauen dieser Tag denn noch sicher? Jedenfalls nicht in den Kinosälen des 65.Filmfestivals in Venedig.

Gut, dass es nicht nur diese tragischen Momente geben darf in Venedig. So verzauberte das Trickfilm-Genie Hayao Miyazaki mit einer kleinen Meerjungfrau in "Ponyo on the Cliff by the Sea" alle Zuschauer. Dem japanischen Oscar-Preisträger ist nach "Chihiros Reise ins Zauberland" und "Das wandelnde Schloss" mal wieder ein ganz charmanter Wurf gelungen. Und auch eine Geschichte um ein paar arme Kerle aus Sri Lanka überzeugte das Filmfest-Publikum in Venedig. In Umberto Pasolinis "Machan" wollen die Männer aus Asien gerne nach Deutschland, bekommen aber kein Visum. Als sie von einem internationalen Handballturnier in Bayern erfahren, melden sie sich an, ohne zu wissen, was das für ein Sport ist. Der Film ist nicht nur äußerst sympathisch, sondern beruht auch noch auf wahren Ereignissen.

Auf den roten Teppichen dominierten im Kontrast zum Kinoprogramm viele Männer. Modezar Valentino versprühte Glamour, der Dokumentarfilm "Valentino: The Last Emperor" zeigt die letzten zwei Jahre seiner Karriere. Viele Blicke und Kameras zogen auch Brad Pitt und George Clooney auf sich. Die beiden Freunde eröffneten das Festival gut gelaunt und scherzten später mit Presse und sich selbst. Das werden sie wohl auch weiter tun, bis es weitere News zu den Filmfestpielen in Venedig zu vermelden gibt.

Quelle: Welt Online, FOCUS Online
Bild: LaBiennale

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2017