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Neu im Kino: "One Direction: This Is Us"

Der Regisseur ist oscarnominiert, die Jungs bilden die erfolgreichste Boyband, die es momentan gibt: "One Direction: This Is Us" ist ein Doku-Film über das Phänomen One Direction - von Morgan Spurlock glänzend inszeniert und ein Muss für die Fans.

Der Inhalt:

Niall Horan, Zayn Malik, Liam Payne, Harry Styles und Lois Tomlinson - das sind One Direction. Die Jungs sind, nachdem sie vor drei Jahre den dritten Platz bei dem britischen "X-Factor" belegt hatten, weltweit die gefragteste Boyband überhaupt. Seitdem haben die Jungs über 29 Millionen Tonträger verkauft. Zur Zeit touren One Direction um die Welt und wo sie auch hinkommen, füllen sie die größten Hallen. Der Dokumentarfilmer Morgan Spurlock ("Super Size Me") hat die Band auf ihrer Reise begleitet und kam dem One-Direction-Phänomen so nahe wie niemand vor ihm.

Eine Boyband - viel Fangekreische und fünf angeblich ganz normale Jungs, die aus ihrem Alltag und ihrer Kindheit plaudern. So in etwa kann man sich die Dokumentation einer Boyband doch vorstellen, oder? Bei "This Is Us" führt aber nicht einfach irgendjemand Regie, sondern der Doku-Rebell Morgan Spurlock, bekannt aus "Super Size Me." Und dieser holt aus den Konzertmitschnitten von One Direction tatsächlich eine ganze Menge heraus. Die eingestreuten Backstage-Berichte sind aber dennoch die ewig Gleichen, die, die wir schon von zahlreichen anderen Stars in ihren Konzert-Dokus serviert bekommen haben.

Morgan Spurlock begleitete die britisch-irische Boygroup One Direction auf ihrer 2013er "Take Me Home"-Welt-Tournee, mit ihren mehr als 120 Auftritten. Der Regisseur mischt die Konzertmitschnitte mit Reiseerlebnissen der Jungs. Interviews und Archivaufnahmen erzählen von dem rasanten Aufstieg der Band. Im Jahr 2010 waren die Fünf als Einzelsänger beim britischen "The X Factor" angetreten und aus einer Laune des Moderatoren Simon Cromwell heraus, gemeinsam in eine Gruppe gesteckt worden. In der Show belegten sie am Ende nur den dritten Platz - ihre Social-Media-begeisterten Fans sorgten aber dafür, dass das Album der Jungs nicht nur in Großbritannien, sondern ebenso in Amerika auf Platz 1 landete. Damit haben One Direction Musikgeschichte geschrieben - sie sind die erste britische Boyband, die mit ihrem ersten Album weltweit so erfolgreich waren.

Regisseur Spurlock hat sich für die Dokumentation eine Reihe von inszenatorisch perfekten Kniffen einfallen lassen, um den jugendlichen Leichtsinn und die rockige Anarchie der Band einzufangen. Um beständig die Energie zu halten und die Abneigung der Jungs gegen das Tanzen und Choreografien auszugleichen, hat er sich mit diversen Showeffekten im Hintergrund beholfen. So verwandelte Spurlock die Jungs beispielsweise in Comic-Figuren, ließ sie auf den Screens im Bühnenhintergrund aufleuchtenden oder 8-Bit-Raumschiffe mehrmals in Richtung Kinopublikum losschießen. Die Verantwortlichen der 3D-Konvertierung haben hier einen wirklich lobenswerten Job abgeliefert!

Leider sind die Dokumentar-Einschübe weniger gelungen: Sie sind reine Werbemaßnahmen und vermutlich ausschließlich für Fans interessant. Man hätte hoffen können, dass einer wie der oscarnominierte Morgan Spurlock neue Blickwinkel in seine Doku schmuggelt - tut er aber nicht. Die fünf Jungs von One Direction sind allesamt total bodenständig geblieben, haben viel Spaß am Arbeiten und lieben ihre Eltern.

"One Direction: This Is Us" ist ein glänzend inszenierter 3D-Konzertfilm.
"One Direction: This Is Us" ist ebenso eine vom Marketing angetriebene Boygroup-Doku, die mehrfach im internationalen Fan-Gekreische erstickt.

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