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Neu im Kino: Gravity

Alfonso Cuaróns Weltraum-Thriller "Gravity" ist visuell spektakulär und verbindet Anspruch mit Hochspannung auf perfekte Art und Weise!

Der Inhalt:

Die Bio-Medizinerin Dr. Ryan Stone (Sandra Bullock) geht zusammen mit einem fünfköpfigen Astronautenteam auf ihre erste Mission im Weltraum. Bei einem Routineausflug soll sie ein Scanner-System am Weltraumteleskop installieren -ihr Begleiter ist Matt Kowalski (George Clooney), dieser befindet sich auf der letzten Mission vor seiner Rente. Der Außeneinsatz der zwei Astronauten außerhalb ihrer Raumkapsel endet im totalen Desaster: Ihr Shuttle wird zerstört und sie befinden sich plötzlich allein und schutzlos in den dunklen Weiten des Weltalls - nur Stille um sie herum. Die Raumfahrer haben den Funkkontakt zur Erde komplett verloren, es gibt keinerlei Aussicht auf Rettung und nur ein Band verbindet die beiden wenigstens noch miteinander. Das Duo will zu den Resten des zerstörten Raumschiff zurückzukehren, denn der Sauerstoff geht zur Neige. Die anfängliche Angst steigert sich langsam zur Panik und endet in absoluter und hoffnungsloser Verzweiflung...

Alfonso Cuarón: Der mexikanische Filmemacher, feierte 1995 mit "A Little Princess" seinen Durchbruch, modernisierte Dickens in "Große Erwartungen", sorgte und mit "Y Tu Mama Tambien" für großes Aufsehen, drehte im Jahr 2004 den "Harry Potter - Der Gefangene von Askaban" und 2006 "Children Of Men". Und dann geschah erstmal nichts mehr. Das heißt, er hat nicht gedreht- er war nämlich vollauf beschäftigt mit "Gravity". Insgesamt hat das Multitalent Cuarón viereinhalb Jahre an der Regie, dem Drehbuch, Schnitt und Produktion gearbeitet. Zahlreichen Rückschlägen zum Trotz legt der Filmemacher mit dem Film eine Meisterleistung hin: "Gravity" ist hervorragend inszeniert, das Drehbuch tiefgängig und Sandra Bullocks Leistung ist oscarwürdig! Auch die 3D-Umsetzung raubt einem den Atem und Kamera, Schnitt, Ton, Musik sowie Effekte sind perfekt eingesetzt. Die wahnsinnige Spannung von "Gravity" ist schon im Trailer einfach überwältigend.


15 Minuten Eröffnungssequenz ziehen den Betrachter vollkommen in den Bann von "Gravity" - Cuarón kommt hier fast ohne sichtbare Schnitte aus, um in faszinierend schönen Bildern die Figuren und in die Situation einzuführen. Dann beginnt die Spannung zu kitzeln, wird immer weiter gesteigert, bis sie fast unerträglich ist. Der Weltraum-Thriller ist unglaublich mitreißend aber auch emotional tiefgründig - erzählt der Film doch auch von Einsamkeit, Verzweiflung und Angst.

Zwei Astronauten blicken dem Tod ins Auge - und sind dabei komplett isoliert. Während Clooneys Rolle der Situation eher mit sarkastischer Coolness begegnet, bekommt der Film dank der Figur von Sandra Bullock eine hohe gedankliche sowie emotionale Tiefe. Sandra Bullock spielt ihren Part meisterhaft - sie ist perfekt besetzt (und die Tatsache dass vor ihr diverse andere Schauspielerinnen - Angelina Jolie, Marion Cotillard, Scarlett Johansson, Blake Lively sowie Natalie Portman - gefragt worden waren, gerät dabei zur absoluten Nebensächlichkeit). Bullock spielt facettenreich und macht die komplexe Gefühlswelt der Ryan Stone nachfühlbar - trotz Weltraumanzug und eingeschränktem Gesichtsfeld.

Die ungewöhnliche und wirklich intensive Wirkung von "Gravity" beruht ebenso auf Cuaróns Entscheidung, komplett auf Außengeräusche zu verzichten - denn im All gibt es keine Schallwellen. Diese beängstigende Stille wird aber aufgebrochen und durch die dramatischen Musik von Steven Price ("The World’s End") kontrastiert.


 "Gravity" ist atemberaubend, schön und atmosphärisch. Die Intensität und die Dichte des Films lassen in den eineinhalb Stunden Kinovergnügen nicht einmal nach - absolut empfehlenswert!

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