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Neu im Kino: "Frankenweenie" von Tim Burton

In Tim Burtons Filmen sind Monster ein ganz natürlicher Bestandteil der Handlungswelt, wie zum Beispiel in "Beeteljuice". Nun hat er "Frankenstein" als amüsant-gruseliges Abenteuer inszeniert und belebt damit eine Idee seiner Jugend wieder.

Tim Burton war 26 und arbeitete für die Produktionsfirma Walt Disney. Und er flog in hohem Bogen raus, als er seine Version von "Frankenstein" präsentierte. Der Film war 30 Minuten lang und handelte von einem kleinen Jungen und seinem Hund, der vom Auto überfahren wird, danach aber durch den Einfallsreichtum des Jungen wiederaufersteht. Disney fand den Film angeblich abwegig und wenig familientauglich. 28 Jahre später nimmt Burton die Idee wieder auf. Diesmal ist "Frankenweenie" ein Trickfilm, in der gleichen Stop-Motion-Machart wie "Nightmare before Christmas" und gehalten in gräulichem Schwarz-Weiß.

Die Geschichte beginnt wie im Jahr 1984: Victor spielt Ball, der Ball rollt weg, plötzlich kommt das Auto, Sparkys Beerdigung folgt. Victor erinnert sich an ein Schulexperiment mit Fröschen, der Dachboden wird kurzerhand zum Labor. Es gewittert und Sparky erwacht. Niemand darf ihn sehen - aber natürlich wird er entdeckt. Die Folge: Aufruhr, die Situation spitzt sich zu. Sparky ist unschuldig, aber die Jagd beginnt trotzdem. Dann der Showdown: Das Monster soll sterben, aber es ist gar kein Monster, am Ende Jubel, es lebe hoch das Monster!

Diese 30 minütige Geschichte musste auf 80 Filmminuten ausgebaut werden - ohne zu zerdehnen und ohne die Idee zu zerstören. Doch Burton versteht sich darauf, einer Geschichte Substanz zu verleihen und Drehbuchautor John August ("Dark Shadows" und "Tim Burton’s Corpse Bride") hat sich entzückende Erweiterungen, Wendungen und Nebendarsteller ersonnen. So hat Victor Freunde und Klassenkameraden bekommen - Elsa van Helsing etwa, Freundin und Retterin in der Not und den hinterhältigen Edgar "E" Gore.

Victor muss das Experiment vor seinen Eltern und vor den Nachbarn verheimlichen, aber auch vor den anderen Kindern. Das fällt ihm sehr schwer und misslingt am Ende auch auf fatale Weise. Er muss das Experiment mit Edgars Goldfisch wiederholen, um diesen zum Schweigen zu bringen. Die anderen Kinder bekommen schließlich auch ihre Monster - mit bizarren Nebenfolgen. Denn ganz anders als Sparky mutieren diese entsetzlich und wollen die Stadt zerstören. Sparky, Victor und Elsa werden zu Monsterjägern und riskieren sogar ihr Leben, um die Stadt zu retten.
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