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Neu im Kino: Die Schlümpfe 2

Raja Gosnells "Die Schlümpfe 2" ist ein super animierter 3D-Film mit toller Großstadtkulisse. Leider mangelt es dem Film an Witz, Charme und Schlumpfigkeit.

Der Inhalt:

Der fiese Zauberer Gargamel steckt in der Welt der Menschen fest und hat es zu Ruhm gebracht. Der Griesgram träumt aber davon, die Weltherrschaft zu übernehmen. Was ihm dazu fehlt, ist mehr Schlumpf-Essenz, denn seine Vorräte des Mittels gehen zu Ende. In dem Versuch die Essenz selbst zu produzieren, hat er die Lümmel erschaffen aber sie sind grau, statt blau. Nur Schlumpfine kennt das Geheimnis, wie man aus einem Lümmel einen Schlumpf macht, deshalb lässt Gargamel sie entführen. Papa Schlumpf eilt ihr zusammen mit Tollpatsch Clumsy, Griesgram Muffi und dem eitlen Beauty zu Hilfe. Unterstützt werden die Schlümpfe von ihren menschlichen Freunden Grace Winslow, Patrick und dessen Stiefvater Victor. In Paris wollen sie dem bösen Gargamel das Handwerk legen und Schlumpfine befreien. Diese hat sich in der Zwischenzeit aber gut mit den Lümmeln angefreundet und muss erst überzeugt werden, sich auch aus den Fängen des Zauberers retten zu lassen.

"Die Schlümpfe" kamen 2011 ins Kino und nach nur zwei Wochen Filmstart wurde schon die Fortsetzung angekündigt. Die Macher zogen erneut Regisseur Raja Gosnell ins Vertrauen, denn es war ihm geglückt, die Schlumpfwelt mit der modernen 3D-Technik zu modernisieren, ohne ihnen ihren Zauber zu nehmen. In "Die Schlümpfe 2" ist von dem gemütlichen Charme der Comics und der TV-Serie so gut wie nichts mehr übrig. Die Optik ist zwar toll und Paris als Schauplatz trägt mächtig dazu bei, aber das reicht nicht aus um die riesigen Schwachstellen von Gosnells Film auszugleichen. Es gibt ein paar gelungene Gags, insgesamt ist die Fortsetzung der Schlümpfe aber wirklich lahm.

Die zeitlosen blauen Wichtel aus der Feder des Belgiers Peyo sind auch nach 50 Jahren noch populär - mit den Schlumpf-Filmen sind sie aber endgültig im Heute angekommen. Regisseur Raja Gosnell ließ die Schlumpfhausener in seinem ersten Film noch über so etwas Seltsames wie Google staunen - nun lebt der Social Schlumpf unter ihnen. Originell ist auch der Einstieg in den Film: Der Erzähler-Schlumpf erläutert seinen Freunden die Herkunft von Schlumpfine anhand eines Pop-Up-Buches und Gosnell verknüpft hier eine der frühesten Erzählformen in 3D mit dem heutigen 3D-Kino. Leider tauchen solch starke und geistreiche Anspielungen im weiteren Film nicht wieder auf. Darüber hinaus gibt es auch über Schlumpfhausen nicht mehr viel zu erzählen - schon nach wenigen Minuten finden sich die blauen Racker in Paris wieder.
Das Ambiente ist zwar sehr schön in Szene gesetzt, aber teilweise geraten die Protagonisten des Films, die Schlümpfe, in den Hintergrund. Außerdem gibt es kein buntes Schlumpf-Getümmel mehr - die lediglich fünf Charaktere langweilen ein wenig mit ihren Attitüden.


"Die Schlümpfe 2" ist toll animiert und die Kulisse Paris ist toll anzusehen. Es fehlt aber schlumpfiger Charme - die Story ist schnöde und eintönig erzählt, die Witze sind ziemlich lahm.
Die Macher der Schlumpf-Filme geben sich aber überzeugt von ihrem Konzept - schon vor dem Kinostart von "Die Schlümpfe 2" wurde ein dritter Teil angekündigt. Hoffentlich wartet die nächste Fortsetzung dann wieder auf mit schlumpfig-bunter Anarchie und und ganz viel Schabernack!

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