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Neu im Kino: "Chroniken der Unterwelt - City Of Bones"

"City Of Bones" ist der erste Teil der Fantasy-Reihe "Chroniken der Unterwelt" und basiert auf der weltweit erfolgreichen Romanvorlage von Cassandra Clare. Der Film ist leider maßlos überfrachtet und der Story mangelt es an erzählerischem Wert.

Der Inhalt:

Clary Fray (Lily Collins) ist ziemlich durchschnittlich - sie ist mittelmäßig beliebt und insgesamt ein ganz normaler Teenager. Auf einer Party trifft Clary auf den geheimnisvollen Jace Wayland (Jamie Campbell Bower), dann wird ihre Mutter entführt und das Mädchen kommt hinter ein lange gehütetes Familiengeheimnis. Clary entstammt einer Linie sogenannter Schattenjäger und schon ihre Mutter Jocelyn (Lena Headey) hat einst als Kriegerin gegen Dämonen gekämpft. Für das Mädchen ändert sich nun alles: Jace führt Clary ein in das Leben der Schattenjäger und unterstützt sie zudem auf der Suche nach ihrer Mutter. Diese befindet sich in einer Parallelwelt, die voll von Dämonen, Zauberern, Vampiren und Werwölfen ist. In dieser Welt lebt auch der in Ungnade gefallenene Schattenjäger Valentine Morgenstern (Jonathan Rhys Meyers), der dabei ist, eine Armee aus Tod bringenden Kreaturen zu schaffen, um alle Schattenkrieger aus dem Weg zu räumen.

Teenager-Fantasy-Romane laufen derzeit ganz hervorragend in den Buchgeschäften und auch die Filmstudios bringen die beliebten Romanreihen gern auf die große Leinwand. Die deutsche Constantin Film machte schon die Reihe "Resident Evil" zu einem weltweiten Kinoerfolg und hat sich nun für die sechsteilige Buchserie "Chroniken der Unterwelt" von Cassandra Clare entschieden. Der erste Film der geplanten Film-Serie wurde für geschätzte 60 Millionen Dollar umgesetzt und die Fortsetzung "City Of Ashes" ist bereits für 2014 angekündigt worden.

Die Romanvorlage fasst stolze 500 Seiten. Eine solche Buchvorlage ohne Verluste auf einen 130-Minuten-Film einzudampfen und auf etliche Bestandteile der Story zu verzichten, ist bestimmt schwierig. Ein Film kann aber ohne soche Kürzungen nicht funktionieren und manchmal ist weniger einfach Mehr. Der Mut zu solchen Kürzungen fehlte der Drehbuchautorin Jessica Postigo und dem Regisseur Harald Zwart und man wird von "City Of Bones" geradezu erschlagen. Die ersten 15 Minuten sind noch normal getaktetet, danach aber wird in fast jeder Szene entweder eine eine neue Figur, eine Zauberkraft, ein magisches Element oder eine Wendung im Film präsentiert. Die Story erlangt dadurch keinerlei Gewichtung oder erzählerischen Wert - sie ist einfach nur maßlos überfrachtet.

Den Trailer anschauen

Die Klamotten der Schattenjäger im Film sind schwarz, aus Leder und meist recht knapp geschnitten, aber auch für Emo-Fans bietet "Chroniken der Unterwelt" leider recht wenig Kult-Potential. Das liegt weniger an den Schauspielern Lily Collins und Jamie Campbell Bower, sondern an der Unbeholfenheit des Drehbuchs, welches die Dreiecksgeschichte zwischen Jace, Clary und deren Freund Simon (Robert Sheehan) nicht besonders geschickt handhabt. Die Liebesgeschichte hätte viel mehr Raum gebraucht, um sich zu entfalten und große Gefühle zu wecken.

Regisseur Harald Zwart würzt den Film mit den Genre-üblichen Zutaten, beweist aber keinerlei Gespür für Timing oder Emotion. Die Story ist überladen und lässt dem Zuchauer keine Gelegenheit die Fantasy-Geschichte über Emo-Schattenreiter, magische Portale und amouröse Dreiecksgeschichten wirken zu lassen.

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