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Neu im Kino: '17 Mädchen' und 'Jasmin'

Heute haben wir wieder zwei ganz besondere Filme für euch im Angebot. Die Tragikomödie '17 Mädchen', die auf wahre Begebenheiten beruht, und das Drama 'Jasmin', welches ein sprachliches Duell zweier Frauen ist und ebenfalls einen wahren Fall aufarbeitet.

Fangen wir mit '17 Mädchen' an. Viele werden sich wahrscheinlich noch an die Medienwelle im Jahre 2008 erinnern, wo über ein 'Schwangerschaftspakt' berichtet wurde. In Massachusetts waren 17 Mädchen gleichzeitig schwanger geworden und hielten eine Schule, eine Stadt, eine Nation in Atem. Und um diese Begebenheit geht es im Film.

Delphine und Muriel Coulin erzählen die Geschichte der schwangeren Teenies, siedeln sie aber in der Bretagne an. Als Camille (Louise Grinberg) schwanger wird, entscheidet sie sich gegen eine Abtreibung, denn es wäre jemand, der sie bedingungslos liebt. Erst machen es ihr die engen Freundinnen nach und am Ende erwarten weitere 16 Mädchen ein Kind, die Väter spielen hier absolut keine Rolle. Gegen den Rat von Familie und Lehrer hoffen sie, sich durch die Mutterschaft aus Langeweile und Perspektivlosigkeit zu retten. Ein Kind verspricht schließlich Unterhaltung. Sie sehen in den Schwangerschaften einen Weg in ein besseres Leben. Sie halten zusammen, träumen von einer großen Frauen-WG, bis die Wirklichkeit sie einholt.

'17 Mädchen' der Trailer:

Die Kritiker sind sich einige: Der Film ist ist pädagogikfrei und schafft den Spagat zwischen Komik und Konflikt. Der Zusammenprall gesellschaftlicher Normen und Suche nach Identität zieht sich wie ein roter Faden durch den Film und ist sehenswert, auch wenn es schade ist, dass er nur wenig von der Zeit nach der Geburt erzählt wird.

'Jasmin' beruht ebenfalls auf einen wahren Fall und erzählt die Geschichte einer verzweifelten Mutter, die im Mord die Erlösung sieht. Jasmin (Anne Schäfer) hat ihre Tochter getötet und ist an ihrem Selbstmord gescheitert. Nun sitzt sie als Gefangene in der Psychiatrie und soll der Ärztin Dr. Feldt (Wiebke Puls) Auskunft über ihre schockierende Tat geben, damit für den anstehenden Prozess ein psychiatrisches Gutachten über ihre Schuldfähigkeit angefertigt werden kann.

Es ist ein Kammerspiel zweier Frauen, die sich in vier Tagen erzählen. Bis auf wenige Minuten spielt der Film im Besprechungszimmer eines psychiatrischen Krankenhauses.

Der Trailer zu 'Jasmin'

Jan Fehse (In jeder Sekunde) verlässt sich ganz auf seine beiden Schauspielerinnen – und tut damit einen wahren Glücksgriff. Anne Schäfer und Wiebke Puls, die beide eine langjährige Bühnenerfahrung mitbringen, schlüpfen derart glaubwürdig in ihre Rollen, dass man meint, realen Therapiegesprächen beizuwohnen.

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