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Musik gegen Rechts

Popstars kämpfen gegen den Rassismus und veröffentlichen eine Gratis-CD.

Die rechtsextremistische Partei NPD wirbt an Schulen, was fatale Folgen hat. Nach einer neuen Umfrage liegt der Anteil der NPD-Wähler bei den 18- bis 30-Jährigen jungen Männer in Brandenburg inzwischen bei 15%, wobei die Musik in der rechten Szene ein wichtiges Lockmittel ist. Allein in Brandenburg sind zur Zeit 26 Neonazi-Bands aktiv; in Berlin sind es fünf.

Und da die Jugendlichen nicht kampflos den Rechten überlassen werden sollen, haben sich 18 Musiker zusammengetan und den Sampler "Starke Stimmen gegen Rechts" in die Welt gesetzt, um somit den Rechten den Kampf anzusagen.

Gestern stellte Außenminister Frank-Walter Steinmeier die CD im Puschkin-Gymnasiums im brandenburgischen Hennigsdorf vor: „Wir ziehen mit der Aktion auch die Lehren aus unserer eigenen Geschichte“, sagte der SPD-Politiker unter Hinweis auf den Nationalsozialismus. „Wir brauchen Belege, die zeigen, dass es ein Gegengewicht zu Rechtsextremismus in Deutschland gibt."

Bundesweit sollen 50.000 Exemplare der CD verteilt werden, welche von dem Online-Magazin „Blick nach rechts“ und der Verein „Gesicht zeigen“ herausgegeben wird. An prominenten Bands sind unter anderem Silbermond, Seeed, Beatsteaks, Sportfreunde Stiller und die Toten Hosen dabei, die ihre Songs lizenzfrei zur Verfügung gestellt haben. „Wir finden es äußerst wichtig, gegen rechtsextremes Gedankengut deutlich Stellung zu beziehen. Und wie diese CD zeigt, ist es gut, dabei nicht alleine zu sein“, erklärten die Musiker der Band Klee zur Begründung für ihre Teilnahme an dem Projekt.

Quelle: Focus-Online, Welt-Online
Bild: www.dietotenhosen.de

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