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"Mr Pumpernickel" Chris Howland ist tot

Er war der vielleicht bekannteste Brite in Deutschland: Chris Howland, der seit 1952 für den WDR im Radio moderierte, ist am 30 November im Alter von 85 Jahren in seinem Haus in Rösrath bei Köln gestorben. Er erfreute seine Hörer nicht nur mit britischem Humor, sondern auch in vielen Auftritten auf der Kinoleinwand, mit Schlagersongs oder als TV-Moderator.

Nach einer Lehre als Imker, moderierte Howland ab 1948 beim Radio der in Deutschland stationierten britischen Soldaten BFBS. 1952 bewarb er sich beim WDR, dem er bis zu seinem Tod treu blieb. Dort entstand sein legendärer Spitzname "Mr Heinrich Pumpernickel", mit dem er versuchte, einen grimmigen Radiotechniker zum lachen zu bringen. Das misslang, aber der Name stand.

Seine bekannteste Sendung war "Spielereien mit Schallplatten", die er noch bis zu seinem Ableben jeden Dienstagabend auf WDR 4 moderierte. 1959 kehrte Howland in seine Heimat England zurück, um dort die Fernsehtalkshow "Peoples and Places" zu moderieren. Doch schon 1961 kehrte er nach Deutschland zurück. Hier feierte er weitere große Erfolge. Für den WDR präsentierte er "Musik aus Studio B".

Doch nicht nur im Radio machte sich Chris Howland einen Namen. Seit 1954 spielte er auch in zahlreichen Kinofilmen mit. Am bekanntesten sind wohl seine humoristischen Auftritte im Karl May-Film "Winnetou 1" als aufgedrehter Schmetterslingsfänger oder in den Edgar Wallace-Filmen. Dazu hatte er viele Hits wie etwa "Fräulein" oder "Das habe ich Paris gelernt". Nun ist die unnachahmliche Stimme von Chris Howland mit seinem britisch-deutschen Akzent für immer verstummt.

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