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"Mr. Average" und "Zweier Ohne" - Kinostarts am 16. Oktober

Die Kinotipps der Woche heißen "Mr. Average" und "Zweier Ohne". Bei ersterem handelt es sich um eine anrührende Komödie mit hintersinniger Medienkritik. Der zweite Film ist eine deutsche Coming-of-Age-Story in der Welt von jugendlichen Ruder-Sportlern.

Die deutsch-belgisch-luxemburgische Produktion "Mr. Average" dreht sich um den Pariser Durchschnittstypen Jalil (Khalid Maadour). Der junge Marokkaner kann sein Glück kaum fassen, als er ins Finale der TV-Show "Mr. Average" einzieht. Jalil ist eben der absolute Durchschnittsbürger und genauso so einen suchen die Leute vom Fernsehen. Als auch noch die schöne Claire (Caroline Dhavernas) seine Freundin wird, erscheint ihm alles wie ein Traum. Was Jalil leider nicht weiß, ist, dass sie von einem Markfroschunsginstitut engagiert ist und er selbst längst der Spielball von Konzernen und Konsumgüterindustrie ist.

Trailer zu "Mr. Average"

Zum einen ist "Mr. Average" mit unbeschwerter Heiterkeit eine Komödie der romantischen Art. Was Regisseur Pierre-Paul Renders aber mit Nachdruck unterbringt, ist der kritische Blick auf die Macht der Vermarktung und die Fänge der Politik. Die Gesellschaftskritik ist hier gerade schwach genug, um den Unterhaltungswert nicht zu gefährden. Auch wenn die Genre-Anleihen an "Ed TV" oder "Die Truman Show" teilweise unübersehbar sind, so wirkt der Film nicht abgekupfert und kann seine eigene Botschaft selbständig durchsetzen.

Das deutsche Drama "Zweier Ohne" dreht sich um die Freundschaft der beiden 17-Jährigen Ludwig (Jacob Matschenz) und Johann (Tino Mewes). Ludwig ist als Albino ein absoluter Außenseiter an seiner Schule, aber der treue Johann steht zu ihm. Gemeinsam teilen sie die Leidenschaft zum Rudern und schließen sich mehr und mehr von den anderen Schülern aus. Als sich Johann aber in Ludwigs Schwester Vera (Sophie Rogall) verguckt, gerät die bedingungslose Loyalität ins Wanken.

Trailer zu "Zweier Ohne"

Mit viel Psychologie und einem feinen Gespür für jugendliche Freundschaften inszeniert Regisseur Jobst Oetzmann ein Drama um Emotionen, die außer Kontrolle geraten. Besonders gelungen ist dabei die Besetzung der Hauptdarsteller. Die Jungstars Jacob Matschenz und Tino Mewes ergänzen sich durch Gegensätzlichkeit und schaffen sich ihren eigenen Kosmos, wobei schnell klar wird, dass diese Freundschaft über kurz oder lang in eine Tragödie mündet. Neben den beeindruckenden Bildern wird das Spiel der beiden daher zur psychologischen Glanzleistung und zieht vor allem den Zuschauer in seinen Bann.

Die Psychologie von Freundschaften oder die der Medien, das sind ganz schön unangenehme Wahrheiten für einen Kino-Besuch in diesem Oktober. Er lohnt dennoch, da "Mr. Average" und "Zweier Ohne" nachdenkliche Unterhaltung bieten ohne zu sehr aufzuwühlen.

Quelle: Kino.de
Bild: MrAverage-DerFilm.com, ZweierOhne-DerFilm.de

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