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Merkel in "Süper Freunde" – Deutsche und Türken brauchen ein Wir-Gefühl

Es ist das gemeinsame Buch-Projekt der deutschen Bild-Zeitung und der türkischen Hürriyet"Süper Freunde". Die selbsternannten wichtigsten Tageszeitungen wollen mit dem Buch eine gemeinsame Plattform für den interkulturellen Dialog schaffen.

Das Ziel ist es, die Verständigung zwischen Deutschen und Türken zu verbessern. Im Rahmen de Projektes sollen Wege gefunden werden, sich gegenseitig von den eigenen Lebenswelten, Hoffnungen und Gefühlen zu erzählen. In dem Buch sind Personen des öffentlichen Lebens wie Sex-Rapperin Lady Bitch Ray oder der türkische Schauspieler Adnan Maral vertreten.

Und fehlen darf dabei natürlich auch nicht die Bundeskanzlerin – auch sie trägt ihren Teil zu einer verbesserten Völkerverständigung bei. In ihrem Beitrag blickt sie auf die Fußball-Europameisterschaft zurück, erzählt von ihren tollen Erlebnissen deutsch-türkischer Fanfreundschaft. Angela Merkel berichtet von jungen deutsch-türkischen Menschen, die ihr im Gespräch davon erzählen, dass sie sich als deutsche fühlen und Verantwortung für dieses Land übernehmen wollen.

Merkel spricht von Toleranz auf beiden Seiten, von einem guten Miteinander von Deutschen und Türken. Gleichzeitig aber nimmt sie die Türkei auch in die Pflicht: "Eine Türkei, die sich dauerhaft den europäischen Werten verpflichtet fühlt, ist nicht nur eine geografische Brücke, sonder auch geistige Mittlerin zu den Staaten der arabischen Welt und Asiens."

Außerdem ruft Merkel eindringlich die enormen Leistungen der vor einem halben Jahrhundert nach Deutschland gekommenen Gastarbeiter in Erinnerung, die mit ihrer Handarbeit entscheidend zum Aufschwung mitgeholfen hätten. Aber auch negative Dinge sollen in dem Buch "Süper Freunde" zur Sprache gebracht werden. Angela Merkel spricht von zu hoher Arbeits- und Perspektivlosigkeit, die türkisch-stämmige Jugendliche schnell auf eine falsche Bahn führen könnte.

Kein Talent aber dürfe verloren gehen – ein Land, das wie Deutschland demografische Probleme habe, könne es sich nicht leisten, die Potenziale der Menschen aus Zuwandererfamilien brachliegen zu lassen. Insgesamt wirbt die Bundeskanzlerin Merkel für einen verbesserten Umgang und ein tieferes Verständnis für die Nöte des jeweils anderen und für eine besser funktionierende Integration. Wenn das Buch "Süper Freunde" ein Erfolg werden sollte, dann hat sicherlich auch Angela Merkel ihren Teil dazu beigetragen.

Quelle: Bild.de
Bild: Piper-Verlag

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