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Mafalda wird 50 - ihre besten Sprüche

Mafalda hat Geburtstag: Vor 50 Jahren erschienen zum ersten mal die Comics rund um das Mädchen Mafalda in einer argentinischen Zeitung. Sie drehen sichrund um ein kleines Mädchen, das die Welt um sich herum kommentiert und nicht viel gutes daran lässt. Bekannt für den Spruch "Haltet die Welt an, ich will aussteigen" sind die Comicstrips nur neun Jahre lang erschienen. Ihr Schöpfer Quino bekommt dieses Jahr besonders viele Preise für die witzigen und nachdenklichen Strips, die er damals geschafften hat.

Mafaldas Themen

Mafalda kommentierte alles mögliche: Ihren Alltag als Schulkind und Kind in einer Familie, aber auch große Probleme wie Korruption, Umweltverschmutzung und Krieg. Ein bisschen ähneln die Comics den in Deutschland bekannteren Strips von Calvin und Hobbes, aber Mafalda ist kein so großer Querulant und hat auch keinen imaginären Freund.

Sprüche aus Mafalda

Der bekannteste Spruch von Mafalda ist wie gesagt "Haltet die Welt an, ich will aussteigen" - dieser Satz ist so T-Shirt-reif, dass ihn jeder mit sich herum tragen könnte.

Mafalda hat sich aber auch zu anderem geäußert, als der Welt im Großen. Die kleine Welt der Familie zum Beispiel kommentiert sie mit einer einfachen Frage an ihre Mutter. Während das kleine Mädchen durch das Haus wandert und an all der zu erledigenden Hausarbeit – dem Bügelbrett und den Wäschebergen – vorbeikommt und schließlich ihre Mutter findet, fragt sie "Mama, glaubst du eigentlich, dass aus dieser ganzen Frauenrechtssache..." - aber die Frage bricht ab, denn ihre Mutter begegnet ihr auf Knien den Boden wischend. "Vergiss es", sagt Mafalda und hakt damit die ganze Sache ab. Aus ihrer Perspektive vor 50 Jahren mehr als heute vielleicht galt: "Das Schlimme an Familien ist, dass jeder der Vater sein will".

Auch die Schule hat Mafalda nicht ganz gelassen. Während ihr Bruder sich immer wieder ausmalt, dass die Hausaufgaben vom Blitz erschlagen werden oder die Schule abbrennt, kommentiert Mafalda die Versuche ihrer Lehrerin, einfache Sätze zu erklären "Meine Mutter kümert sich um mich. Meine Mutter hat mich lieb!" mit einem trockenen: "Das freut mich für Sie, Fräulein. Ich sehe, Sie haben eine wunderbare Mutter. Könnten sie uns jetzt, bitte, etwas wichtiges beibringen?".

Genügend dumme Dinge hat Mafalda auch gefunden. Als sie und ihre Freundin versuchen, das Kaffeetrinken ihrer Mütter nachzuspielen, wissen die Mädchen nicht weiter: "Und nun? Wer sagt die erste dumme Sache?". Und das Fernsehen ist ihr erst Recht nicht gut genug. Ihr Vater fragt sie: "Was siehst du da?" und sie antwortet "Den Kampf". Eigentlich läuft aber eine Soap Opera und Mafalda muss erklären: "Den Kampf des Schreibers. Es ist faszinierend zu sehen, wie er sich aus den Klauen der Intelligenz herauswindet..."

Kritik steckte immer drin in den Strips und so hört Mafalda zwei Männer mittleren Alters über ihre Vergangenheit reden: "Die Welt verändern - ha. Das ist Kinderkram" - "Ja, auch ich hatte solche Ideen als ich noch jung war...". Geschockt läuft Mafalda zu ihren Freunden: "Wir sind verloren, Leute! Ich hab grad erfahren: Wenn wir uns nicht beeilen und die Welt verändern, dann verändert die Welt uns!"

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